Inhalt
Seite 2
Vorwort
Termine der AG GWA 2026
Seite 3
Drittes Date auf dem Lumumba-Hof
Seite 4
Mitmachen statt Machen lassen
Seite 5
Vorschau zum Stadtteilfest
Seite 6
Saisonstart mit Fest und Hochbeeten
Seite 7
Frühjahrsputz in Nord
Den Winterspeck wegradeln
Seite 8
Der See braucht dringend Hilfe
Seite 9
Ein Trio suchte und fand seinen Weg
Seite 10
Aus Doppel- werden Einzelzimmer
Märchenhaft ist definitiv anders
Seite 11
Helga Schettges Lyrikecke
Seite 12
Ein Fest der Kulturen
Impressum
Seite 2 - Vorwort
Liebe Leserinnen und Leser, ich freue mich, Sie zur neuen Ausgabe begrüßen zu können und bin guter Hoffnung, dass Sie beim Lesen allerlei Informatives finden werden.
Beginnen möchte ich mit zwei Entscheidungen in der letzten Stadtratssitzung, welche den Weg für eine Weiterentwicklung zweier Standorte frei machten. Einerseits wurde für den „MLV Einheit“ im Kannenstieg der Neubau des Vereinsheimes beschlossen. Nach langem Warten sind die notwendigen Fördergelder geflossen und mit der Abstimmung im Rat kann die Arbeit beginnen. Andererseits beschloss der Stadtrat Die „Änderung der Planziele des vorhabenbezogenen Bebauungsplans im Freizeitpark Neustädter See“. Dieser Beschluss schafft, einfach gesprochen, die Voraussetzungen für den STRANDPARX, das Konzept der Erweiterung weiter umzusetzen, Rechtssicherheit zu schaffen und vor allen Dingen Sicherheit für die Investitionen und den Betrieb zu erlangen. Zwei wichtige und gute Entscheidungen für die Betroffenen und für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See.
In dieser Ausgabe werden zwei weitere Themen aufgegriffen, welche viele Bewohnerinnen und Bewohner beschäftigen. Hierbei handelt es sich um den Zustand der Wasserqualität im Neustädter See und die erwarteten Maßnahmen zur Verbesserung derselben (Seite 8). Im Fokus steht darüber hinaus die Märchenbrunnenpassage am Neustädter Platz (Seite 10).
Ebenfalls auf Seite 10 gibt das „Haus Krähenstieg“ einen Einblick in diverse Umbauarbeiten. Nachdem in der letzten Ausgabe der Umbau im „Don Bosco“ thematisiert wurde, wird deutlich, dass bauliche Maßnahmen voranschreiten und mehr Lebens- und Aufenthaltsqualität schaffen. Es ist immer Bewegung in den Stadtteilen, mal schneller, mal etwas langsamer. Aber es bewegt sich ständig, wie auch im Leben in den Stadtteilen.
Von diesem Leben, in Form stattgefundener Veranstaltungen, berichten der Bürgerverein (Seite 3, 6 und 7), die GWA (Seite 2 und 7) und die Kita Kinderland (Seite 12). Auf Seite 9 stellen sich drei engagierte junge Männer vor, die ihren Traum eines Eventservices verwirklichten und schon bei verschiedenen Veranstaltungen am Neustädter See und im Kannenstieg mitwirkten. Sie sind auch beim diesjährigen Stadtteilfest am 13. Juni am Start. Apropos Stadtteilfest: Erste Hinweise finden Sie auf Seite 5. Lesenswert ist auf Seite 4 der Artikel des Bürgervereins – „15 Jahre Verein“, viele Ereignisse, aber auch der Aufruf nach Unterstützung. Ein Stadtteilfest am 13. Juni will vorbereitet und aufgebaut werden, bevor es um 14.00 Uhr beginnt. Hier benötigt der Verein auch Ihre Hilfe, beim Aufbau davor und Abbau danach. Packen Sie mit an, damit der Bürgerverein das Stadtteilfest stemmen kann! Genauer gesagt: Ihr und unser gemeinsames Stadtteilfest. Sprechen Sie uns einfach an!
In diesem Sinne: Bleiben Sie uns treu!
Marcel Härtel (Stadtteilmanagement Kannenstieg/Neustädter See des IB)
Seite 2 - Termine der AG GWA 2026
Die Sprecherräte der Arbeitsgruppen GWA haben die Sitzungstermine für das Jahr 2026 mitgeteilt. Die Sitzungen beginnen jeweils um 17.30 Uhr, die ent sprechenden Orte werden rechtzeitig kommuniziert. Inhaltlich beschäftigen sich die GWA-Gruppen mit unter schiedlichen Themen zu den Stadttei len. Es sind ehrenamtlich geführte Gruppen, die sich in einer Art „Bür gerstammtisch“ für die Belange ihres Stadtteiles einsetzen. Weiterhin können finanzielle Unterstützungen über den Initiativfonds bei der GWA beantragt werden. Die Sitzungen sind öffentlich und das Gemeinwesen lebt vom Mitma chen, Einbringen und Mitgestalten. Fragen und weitere Informationen zur Arbeit der AG GWA können Sie an die Sprecherräte richten
Neustädter See
22.07.2026
30.09.2026
18.11.2026
Kannenstieg
17.06.2026
16.09.2026
25.11.2026
Seite 3 - Drittes Date auf dem Lumumba-Hof
Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)
Nach kalten und regnerischen Tagen zeigte sich das Wetter am 16. Mai von seiner besseren Seite. Etwas Sonne, kein Wind oder Regen und angenehmere Temperaturen. Wetterseitig dann doch gute Voraussetzungen für ein Fest auf dem Hof der MWG in der Lumumbastraße.
Der Bürgerverein Nord hatte die Veranstaltung erstmals mit dem Team von Friends Events präsentiert. Unterstützung erhielten die Veranstalter vom Stadtteilmanagement MD Nord des IB und der MWG.
Am kleinen Spielplatz hatte sich der Catering Bereich eingerichtet: Bratwürste, Kuchen, Getränke und Kaffee standen für die Gäste bereit. Die Kinder konnten sich ausgiebig beschäftigen, ausprobieren und austoben. Die große Fußball-Darts-Anlage war durchgängig umlagert und nicht nur die Kinder versuchten sich. Auch die Erwachsenen zeigten ihr Talent oder eben auch ihr Nichttalent. Spaß hatten jedenfalls alle beim Versuch, die Bälle an der Scheibe zu platzieren.
Am Spielplatz wurde die Rollenrutsche platziert und nachdem die ersten Kinder eine Fahrt gemacht hatten, verlegte sich der Fokus von der Spielplatzrutsche hin zum Model mit den Rollen und Schlitten. Es ist immer wieder faszinierend, wie Kai Dethloff eine Fahrt nach der anderen abspult. Die Rollenrutsche ist mehr als sportlich zu betreiben. Respekt für die Leistung und die Kinder danken es mit ihrem Lachen und ihrer Begeisterung.
Das Areal zwischen der Dartscheibe und der Rollenrutsche bot kleine Mitmachspiele, welcher bei jeder Veranstaltung Anklang finden und einfach dazugehörigen: Büchsenwerfen, Leitergolf, Cornhole, Yaccalo und ein Riesen-Vier-Gewinnt waren auf dem Hof dabei. Die Slagline war gespannt und große Seifenblasen flogen durch die Luft.
Ein Dankeschön möchten die Veranstalter an die MWG richten, die finanzielle Unterstützung ist für den Verein eminent wichtig, um die Kosten leisten zu können. Einen Dank natürlich an die Mieterinnen, welche die Stromversorgung bereitgestellt haben. Danke und Respekt aber vor allem den Leuten, die die Veranstaltung mit ihrer Arbeit erst ermöglichen. Ob Vereinsmitglieder oder Freunde, ihr macht alles freiwillig, unentgeltlich und mit viel Engagement, alles damit sich die Besucher wohl fühlen. Einfach großartig und nicht hoch genug zu würdigen, gerade in Zeiten wie heute.
(Bilder: Silke Henke, Marcel Härtel)
Seite 4 - Mitmachen statt Machen lassen
Anke Grupe, Marcel Härtel (Bürgerverein Nord)
Seit der Gründung des Bürgervereins Nord im Jahr 2011 sind nun bereits 15 Jahre vergangen. 15 Jahre mit zahlreichen Menschen, die über kurz oder lang, dem Verein angehörten und in verschiedenen Funktionen tätig waren. Jedes derzeitige und jedes ehemalige Mitglied hat den Verein mitgeprägt und an der Entwicklung einen Anteil gehabt. Alle Mitglieder haben ehrenamtlich, neben dem Job, zusätzlich zur Familie und unentgeltlich ihren Beitrag geleistet. Nach nunmehr 15 Jahren gilt es selbstverständlich, den Menschen zu danken, die während dieser Zeit unzählige Veranstaltungen organisiert und durchgeführt haben.
Eines verband und verbindet alle Mitglieder: Für die Bewohnerinnen und Bewohner beider Stadtteile Angebote zu schaffen, Ereignisse und Erlebnisse zu kreieren, die in Erinnerung bleiben und Abwechslung in den Alltag zu bringen. Seit 2011 veranstaltet der Bürgerverein das gemeinsame Stadtteilfest Kannenstieg und Neustädter See, der Lauf am Neustädter See ist ebenso lange am Start. Vor zehn Jahren fand der erste Lampionumzug statt. Nur drei Beispiele für die Konstanz in all den Jahren. Selbst 2020, während Corona feierte der Verein mit vielen Auflagen und unter schwierigsten Bedingungen das Stadtteilfest.
Viele verschiedene kleinere Projekte und Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten liegen hinter dem Verein. Kooperationen standen für den Verein immer an oberster Stelle. Partnerschaften schaffen Möglichkeiten und werten die Aktivitäten auf. Ob die große Veranstaltungsreihe zu 40 Jahre Nord mit 40 Veranstaltungen, die Heimatspiele im Elbauenpark mit dem Gewinn des Titels ‘Stadtteil des Jahres’, das Eröffnungsfest der MVB- Trasse im Kannenstieg oder die Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag des Neustädter Sees, mit starken Partnern sind großartige Höhepunkte möglich geworden.
Der Bürgerverein Nord schätzt und dankt jedem Unternehmen, jeder Einrichtung, jeder Initiative, jedem Einzelnen, der über die Jahre Teil einer Veranstaltung war. Ob aktiv mit Angeboten oder Materialien, betreuend an einzelnen Stationen oder, ganz wichtig, mit finanzieller Unterstützung. Der Bürgerverein Nord bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen und die meist jahrelange konstruktive Zusammenarbeit.
Der Bürgerverein Nord möchte künftig auch weiterhin für die Bewohnerinnen und Bewohner, Groß und Klein, Alt und Jung interessante, bezahlbare und ereignisreiche Veranstaltungen, Projekte und Angebote in den Stadtteilen anbieten. Nur müssen die Mitglieder des Vereins aber auch feststellen, dass die Kräfte und Ressourcen eines jeden Körpers endlich sind. Keiner kann auf Dauer neben Job und Familie mal eben beispielsweise ein Stadtteilfest stemmen. Der Bürgerverein Nord braucht Unterstützung und Hilfe, damit auch zukünftig die Veranstaltungen, die von so vielen Menschen besucht werden, möglich bleiben. Sie können unterstützen, sie möchten unterstützen, sie möchten einem großartigen Team angehören, auch ohne gleich Mitglied zu werden, dann nehmen sie einfach Kontakt zu uns auf.
Seite 5 - Vorschau zum Stadtteilfest
Seite 6 - Saisonstart mit Fest und Hochbeeten
Anke Grupe (Bürgerverein), Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)
Vor gut zwei Jahren begannen die ersten Neubauten auf der, in die Jahre gekommenen, Spielfläche in der J.-R.-Becher-Straße 43-50. Einem ersten Aktionstag mit der Wobau, der GWA Kannenstieg und dem Stadtteilmanagement folgten seitens der Gemeinwesenintegration der Stadt erste Schritte für das Quartier. Die Wobau bebaute den Spielplatz mit neuen Geräten. Rutsche, Tischtennisplatte, Wippe, Sitzbänke und Papierkörbe werteten die Fläche auf. Im vergangenen Jahr nahm die MWG den Trennzaun in Teilen weg und vereinte den Wobau und den MWG Spielplatz. An Stelle des Zaunes wurden Hochbeete aufgestellt und ein Gartenprojekt für Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers initiiert. Zur Einweihung gab es ein Frühlingsfest und nun zum Start der neuen und zweiten Saison wurde der Gedanke eines kleinen Festes wieder aufgenommen.
Am 24. April wurde das zweite Frühlingsfest veranstaltet. Die Wobau und die MWG holten sich das Stadtteilmanagement und den Bürgerverein, wie im vergangenen Jahr dazu. Die städtischen Integrationsberaterinnen waren ebenfalls wieder vor Ort. Über die beiden Wohnungsunternehmen konnte eine Teilnahme der Freiwilligenagentur realisiert werden und das Stadtteilmanagement erfragte erfolgreich beim Stadtjugendring und dem Integrationsbeirat eine Teilnahme an der Veranstaltung.
An dem Nachmittag hatten die Kinder Möglichkeiten zu basteln oder verschiedene Spiele auszuprobieren. Die Mieter konnten sich austauschen - mit den Vermietern und den Anwesenden der vertretenen Institutionen. Das Gartenprojekt geht in die zweite Runde und neue Impulse für die Beetpaten konnten gesetzt werden. Der Bürgerverein kümmerte sich um das leibliche Wohl mit Essen und Trinken und das Stadtteilmanagement konnte bei der Planung, Logistik und Vorbereitung unterstützen. Gerade diese Zusammenarbeit unterschiedlicher Partner im Verbund mit Bewohnerinnen und Bewohnern schafft Möglichkeiten im öffentlichen Raum zu feiern, miteinander zu reden, Probleme zu benennen und nach Lösungen zu suchen. Gelingt es immer alle Probleme zu lösen? Mitnichten, aber an Tagen wie diesen, kann miteinander statt übereinander gesprochen werden. Und wenn diese Unterhaltungen in einer guten Atmosphäre, wie an dem Tag, stattfinden, finden wir als Bürgervereinsmitglieder und ich als Stadtteilmanager, dass es eine gelungene Veranstaltung war.
(Bilder: Alexandra Storch, Marcel Härtel)
Seite 7 - Frühjahrsputz in Nord
Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)
Ein sauberes Umfeld hat für viele Menschen noch eine Bedeutung. Nicht nur beim Kritisieren oder Aufregen, sondern einfach einmal beim Anpacken. Jedes Jahr im März und April findet die Magdeburg-putzt-sich Aktion statt. So auch in diesem Frühjahr. Mehr als ein Dutzend Aktionen wurden in den Stadtteilen Kannenstieg und Neustädter See angemeldet und durchgeführt. Eine stattliche Anzahl, in und um Einrichtungen, im Wohngebiet und am Neustädter See. Initiiert von unterschiedlichen Menschen. So waren Teilnehmer der beiden GWA-Gruppen, Mitglieder des Bürgervereins genauso unterwegs wie Kitas, das ASZ, Ortsgruppen der Grünen und der SPD, Kleingärtner oder Geo-Coaches.
Besonders positiv war zu beobachten, dass sich die Jüngsten fleißig beteiligten. So waren die Pfadfinder vom Vaters Haus an der Lindwurm Brücke aktiv oder spontan spielende Kinder auf dem Abenteuerspielplatz und dem Spielplatz in der Otto-Nagel-Straße sammelten fleißig mit.
Ein herzliches Dankeschön geht von dieser Stelle aus, allen Beteiligten gegenüber und den Mitarbeitern der Abfallwirtschaft, der Stadtreinigung, der Grünanlagenpflege und den zahlreichen Hausmeistern im gesamten Wohngebiet.
Spricht man Menschen direkt an, hört man nicht selten, dass der Müll von anderen Leuten sei. Das mag so sein, aber wenn ein Teil der Menschen Müll entsorgt, wäre es schon hilfreich, wenn ein weiterer Teil der Menschen seinen Müll nicht neben oder in volle Papierkörbe entsorgt, sondern einfach mit in den Hausmüll nimmt. Dann wäre es wieder weniger.
Und dann gibt es leider noch eine Gruppe von Menschen, Leuten und Individuen, denen alles scheinbar völlig egal ist, außer ihr eigenes Befinden. Sie interessieren sich nicht für die Belange anderer Menschen, schon gar nicht für ein müllfreies Umfeld. Diese Leute würden jetzt laut aufschreien, weil es ja immer noch ein freies Land ist und jeder machen kann, was er will. Aber das wird sicher nicht passieren, da sie mit Sicherheit nicht Zeitungen lesen, geschweige denn, über ihr Verhalten nachdenken.
Also ein letzter Gedanke, achtet eure Umgebung und die Menschen, die mit euch in dieser Nachbarschaft leben. Vermeidet Müll, lächelt euer Gegenüber an, redet miteinander und helft einander.
(Bilder: Lutz Fiedler, Marcel Härtel)
Seite 7 - Den Winterspeck wegradeln
Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)
Zur ersten “Open Air”-Veranstaltung im Jahr 2026 hatten das Stadtteilmanagement MD Nord des IB, der Bürgerverein Nord und der Stadtteiltreff Oase am 14. März eingeladen. Einen Tag rund um das Fahrrad hatten die drei Institutionen vorbereitet. Den Anfang machte Thoralf Bleidorn-Sauer (Oase) mit einer Fahrradwerkstatt. Alles mal prüfen, Licht und Bremsen, alle Schrauben nachziehen - den Drahtesel einfach aus dem Winterschlaf holen und fahrbereit machen.
Anschließend fuhren die teilnehmenden Radler von der Oase los und es ging auf eine Runde um den Neustädter See. Vorbei am Steg, dem Leuchtturm-Spielplatz und dem STRANDPARX cable island folgten die Radler dem Rundweg in Richtung Norden. An der nördlichen Spitze des Sees ging es auf der östlichen Seite zurück, vorbei am FKK-Strand, dem Kinderstrand und dem Strandbad. Einen kurzen melancholischen Halt legte der Tross am ehemaligen Seeblick ein. Erinnerungen an tolle Momente kamen auf, wie unser Feuerwerk 2013 als Abschluss der Feierlichkeiten bei 40 Jahre Nord. Oder auch an einige Bowling Turniere, welche im Laufe der Jahre dort viel Freude gemacht haben. Weiter führte uns der Weg zum Zoo, entlang dem Elefantengehege, der Zoowelle und durch die Pergola im Vogelgesangpark. Über die Klosterwuhne endete die kleine Tour dann wieder im Stadtteiltreff Oase.
Empfangen wurde der kleine Tross dort u.a. von den Bürgervereinsmitgliedern Anke Grupe und Reiner Heyer. Sie hatten den Grill angeworfen und so endete der Tag rund ums Fahrrad mit dem gemeinsamen Angrillen, einer Partie Billard und gemütlichem Zusammensein.
(Bilder: Marcel Härtel)
Seite 8 - Der See braucht dringend Hilfe
Daniel Nordmann (GWA Neustädter See)
Es wurde viel gesprochen, es wurde gemessen und geprüft. Es ist viel Zeit vergangen, Zeit, welche der Neustädter See nicht hat. Ein Handeln für den See ist zwingend erforderlich.
Seit Jahren wurde die schlechte Wasserqualität untersucht, führte zu Badeverboten an den städtischen Stränden und sorgte bei den potentiellen Besuchern für Unmut, Ärger und Unverständnis. In den Sitzungen der GWA wiederholten sich die Fragen seit Monaten: Wann kommen die Ursachen auf den Tisch? Welche konkreten Maßnahmen werden für den See unternommen?
Nun hat die Verwaltung die Untersuchungsergebnisse zusammengefasst und die Quellen für die enorme Phosphatbelastung erstmals adressiert. Ein Schwerpunkt lag auf der „erweiterten Beprobung der Grundwassermessstellen einschließlich Untersuchungen auf fäkale Belastungen“. Diese externe Belastung liege vor allem im nordwestlichen Uferbereich sowie im Umfeld der angrenzenden Kleingartenanlagen und der Schrote.
Der nordwestliche Grundwasserzustrom ist als relevante externe Quelle bioverfügbaren Phosphors anzusehen. Dort befinden sich Kleingartenanlagen mit rund 300 Parzellen und teils sehr alten Klärgruben.
Edgar Appenrodt, stellvertretender Vorsitzender des Magdeburger Anglervereins, reagiert zurückhaltend. „An dem Punkt waren wir vor einem Jahr schon“, sagt er. Teilnehmer in der GWA äußerten ebenfalls immer wieder diese Vermutungen und wiesen u.a. auf die Gärten hin, auch ohne Untersuchungsergebnisse.
Nach Angaben der Verwaltung sollen die Kleingärtner der drei betroffenen Vereine angeschrieben und aufgefordert werden, ihre Kläranlagen einer Dichtigkeitsprüfung zu unterziehen. Durch undichte Kläranlagen können Phosphate ins Grundwasser gelangen.
Für Carsten Böhlecke, Betreiber des STRANDPARX cable island ist die Situation existenziell. Mit einem Mähboot und regelmäßiger Pflege versucht er seit Jahren, die Wasserqualität zu verbessern. Bei den regelmäßig stattfindenden Expertenrunden der Stadtverwaltung würde er als Miteigentümer des Sees mehr involviert werden. Carsten Böhlecke ärgert besonders, dass die Verwaltung immer wieder auf erhöhte Enterokokken-Werte als Hauptursache für die temporär schlechte Wasserqualität verweist. Diese Werte hält auch Edgar Appenrodt für fragwürdig. Im vergangenen Jahr sei zunächst ein hoher Wert gemessen worden – nur drei Tage später sei er plötzlich sehr niedrig gewesen. „So schnell bauen sich Enterokokken nicht ab“, sagt der Biologe. Für ihn ist klar: Der entscheidende Treiber für die Probleme im Neustädter See sind die Phosphoreinträge über das Grundwasser. Genau das spiegeln auch die Untersuchungsergebnisse wieder. Eine interne Sanierung des Sees würde aus Sicht aller Beteiligten keinen nachhaltigen Erfolg bringen. Erst müssen die externen Phosphoreinträge wirksam reduziert werden. So sieht es inzwischen auch die Stadtverwaltung. Erst dann könne eine Sanierung auch dauerhaft wirksam sein. Soll der Neustädter See auch künftig Badesee und Naherholungsgebiet bleiben, muss schnell gehandelt werden. Die Ursache ist bekannt. Maßnahmen müssen schnell folgen. In diesem Punkt stimmt die GWA zu, der Erhalt des Naherholungsgebietes Neustädter See notwendig und nicht verhandelbar.
Seite 9 - Ein Trio suchte und fand seinen Weg
Ben, Luca, Maximilian (Friends Events)
Was heute Friends Events ist, begann mit einer simplen Erkenntnis: Eine gute Feier braucht mehr als nur einen Raum und Kuchen. Wir, Ben, Luca und Maximilian, drei Freunde aus Magdeburg, wollten genau das ändern. Aus kleinen Ideen entstand 2025 der Entschluss, einen Dienstleister ins Leben zu rufen, der Feiern in Magdeburg und Umgebung den Unterhaltungswert liefert, den sie wirklich verdienen.
Ob Kindergeburtstag, Familienfeier oder Jugendweihe, überall dort, wo Spaß und Unterhaltung gefragt sind, sind wir zur Stelle. Mit unseren Paketen M, L und XL liefern wir eine riesige Auswahl an Kinderunterhaltung: Jenga, Riesenmikado und Dosenwerfen für die Klassiker. Kinderschminken, Buttonmaschine und Kindernagel-Design für die Kreativen. Twister und Sacklochwerfen für alle, die Action wollen. Obendrauf: Hüpfburgen, unser Fotospiegel, das Fußball-Dart und die Zuckerwattemaschine, alles aus einer Hand.
Warum Friends Events? Weil hinter jedem Einsatz echte Menschen mit echter Leidenschaft stecken. Ben bringt die Energie und das Herzblut mit, für ihn gibt es nichts Schöneres, als zu sehen, wie Kinder strahlen und sich austoben. Luca ist euer persönlicher Ansprechpartner: Er hört zu, nimmt individuelle Wünsche auf und findet die passende Lösung für eure Feier. Maximilian sorgt dafür, dass von der Buchung bis zur Lieferung am großen Tag alles reibungslos läuft. Zusammen stellen wir sicher, dass ihr einfach nur genießen könnt.
Wichtig ist uns vor allem der persönliche Umgang mit den Menschen, die uns ihr Vertrauen schenken. Jede Anfrage ist einzigartig und genau deshalb gehen wir auf jeden Kunden individuell ein. Die selbst gebastelten Armbänder, die Kinder stolz nach Hause tragen. Das Foto aus dem Fotospiegel, das noch Jahre später an der Kühlschranktür hängt. Der Moment, in dem ein Kind zum ersten Mal auf einer Hüpfburg springt und einfach nur lacht.
Es gibt Feiern, die man abhakt. Und es gibt solche, über die noch Jahre später geredet wird. Was den Unterschied macht? Nicht der Ort, nicht die Uhrzeit, sondern was dort passiert. Genau dafür sind wir da. Wer einmal mit uns gearbeitet hat, weiß: Wir liefern nicht einfach Equipment, wir liefern den Moment, den alle im Gedächtnis behalten.
Wollt ihr solche Momente auf eurer nächsten Feier? Dann sind wir dabei.
E-Mail: [email protected]
Tel.:0152 / 316 38 106
Webseite: www.friends-events.com
(Bilder: Friends Events, Marcel Härtel)
Seite 10 - Aus Doppel- werden Einzelzimmer
Stephanie Hopf (AWO Kreisverband Magdeburg)
Im Alten- und Pflegeheim „Haus Krähenstieg“ im Krähenstieg 9 haben die ersten Umbauarbeiten begonnen. Dabei werden wir über das Förderprogramm „Investitionen Wohnen und Pflegen“ des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Darüber freuen wir uns sehr und sind dankbar unser Haus an die Bedürfnisse der Bewohner und Bewohnerinnen anpassen zu können.
Wir planen einen Umbau in drei Teilen. Aus vier Doppelzimmern werden vier Einzelzimmer mit Sanitärbereich. Außerdem verändern wir den Eingangsbereich zu einem weiteren Begegnungsbereich mit Multifunktionsraum und Care Table, um auf pandemische Lagen besser reagieren zu können und Besuche nicht ausschließen zu müssen. Abschließend begrünen wir unseren vorhandenen Innenhof und schaffen eine schattige Sitzecke. Ein vorhandenes Wasserbecken bekommt eine Brücke und das Ganze wird begehbar. Diese Bauabschnitte sind bis zum Ende des Jahres geplant und werden umgesetzt.
Die erste Bauphase hat nun, nach einer aussichtsvollen Planung durch die Architekten reipsch & mischok, begonnen und die alten Wände und Böden werden fachmännisch entfernt. Die alten Doppelzimmer sehen jetzt schon ganz anders aus und wir können es kaum erwarten das Ergebnis zu sehen und die Bewohner und Bewohnerinnen einziehen zu lassen. Wir halten Euch auf dem Laufenden.
(Bilder: Haus Krähenstieg)
Seite 10 - Märchenhaft ist definitiv anders
Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)
In der letzten Zeit werden die Stimmen nicht nur lauter, die Stimmen nehmen zu und mehren sich nahezu täglich. Zwar wird berichtet, dass Vertreter der Eigentümer vor Ort waren, aber die Kritik nimmt nicht ab, eher wird sie größer.
Spätestens mit dem Wechsel der Security-Firma geht es, nach den Worten der Mitarbeiter und Kunden, rapide bergab mit der Märchenbrunnen-Passage am Neustädter Platz. Sinnbildlich für die angesprochenen Probleme ist der Briefkasten am südlichen Eingang.
Die neue Security ist meistens nicht zu sehen, wenn Jugendliche sich danebenbenehmen oder andere Personen schlafend oder angetrunken in der Passage liegen. Es werde nicht nur geraucht, scheinbar auf gekifft. Dreck und Müll werden achtlos herumgeworfen, die Vorwürfe in den Gesprächen nehmen weiter zu. Die Mitarbeiter verzweifeln mittlerweile an den Zuständen.
Erste Hinweise, gerade in Bezug auf die Jugendlichen, die vormittags eigentlich in der Schule sein sollten, sind an den Streetwalker weitergeleitet worden. In der nächsten Sitzung der GWA wird das Thema adressiert. Die eigentliche Weichenstellung für eine saubere und angenehme Einkaufspassage sollte jedoch vom Eigentümer ausgehen.
(Bilder: Sandro Grupe)
Seite 11 - Helga Schettges Lyrikecke
August
August, August – nun kommst du wieder her. August, August – wir freuen uns so sehr.
Du bringst uns tausend Blumen voller Pracht
und hast damit die Welt ganz bunt gemacht.
August, August – nun kommst du wieder her. August, August – wir freuen uns so sehr.
Die blauen Pflaumen lachen schon am Baum
und werden bald zum Zwetschgenkuchentraum.
August, August – nun kommst du wieder her. August, August – wir freuen uns so sehr.
Die Trauben sind jetzt reif und zuckersüß,
sie locken uns ins Rotweinparadies.
August, August – nun kommst du wieder her. August, August – wir freuen uns so sehr.
Es wäre schön, wenn man dich immer hätt‘.
Wir danken dir: du bist für uns komplett.
Blaue Blume
Übersät mit blauen Blüten
steht die Wegwarte am Rain
strahlt so blau wie unser Himmel,
will wohl gar noch schöner sein.
Mensch sucht nach der blauen Blume
seit Jahrzehnten hier und dort.
Und die Hoffnung, sie zu finden,
spornt ihn an und treibt ihn fort.
Niemand weiß, wo sie verborgen
vielleicht ist es diese gar
mit den vielen Zaubersternen
in dem blauen Blütenhaar.
Menschen wollen voller Sehnsucht
ihre eignen Wege geh’n.
Manches Glück in ihrer Nähe
wird dabei schnell überseh’n…
Himmelsbotschaft
Der Sommerhimmel war heut angestrichen
mit dunkelblauen Streifen bis ganz hell.
Davor der See, die Bäume auch dazwischen.
Ein jeder Maler übernähm’ das schnell.
Es war, als wollte uns der Himmel sagen:
Ich hab mich extra schön für euch gemacht.
Freut euch an mir und an den Sonnentagen,
an diesem Sommer und an all der Pracht.
Ich bin kein Maler, doch ich konnt’ verstehen,
was voller Nachdruck, unser Himmel spricht:
Ihr Menschen, lasst die Erde nicht vergehen.
Gebt auf sie Acht, dass sie euch nicht zerbricht.
Versprechungen
„Ich fahre mit dir nach Paris“,
so sagte Peter zu Denise.
Sie war total entzückt.
Die Fahrt ist nie geglückt!
Doch war das denn gelogen?
Nein, im Moment war’s so gemeint.
Nun ist das Paar nicht mehr vereint.
Denise ist weggezogen. Wohin, wohin?
Das weiß der Wind.
Vielleicht, wo andre Männer sind,
die sich mit ihr verbandeln
und statt zu reden handeln
Schmetterlinge
Zwei Schmetterlinge tanzen
im goldenen Sommerlicht.
Sie flattern um farbige Blumen
und kennen den Abschied nicht.
Ach, könnten doch wir Menschen
auch wie ein Schmetterling sein
dann wäre das Leben nur Freude
und Tanzen im Sonnenschein
Seite 12 - Ein Fest der Kulturen
Nora Droste (Kita-Sozialarbeit)
Am 05.05.2026 verwandelte sich Die I-Kita Kinderland in einen Ort der Begegnung, des Lachens und des Staunens. Gemeinsam haben wir ein wunderschönes Fest der Kulturen gefeiert, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Es gab an diesem Tag so viel zu entdecken!
Eine Kulinarische Weltreise: Der Duft von Gewürzen aus aller Welt lag in der Luft: Unser internationales Buffet war ein absolutes Highlight. Ein riesiges Dankeschön an alle Eltern für die großzügigen Spenden! Von herzhaften Spezialitäten bis hin zu süßen Köstlichkeiten konnten wir uns einmal rund um den Globus schlemmen.
Mit dem Reisepass auf Entdeckungstour: Jedes Kind erhielt zu Beginn einen kleinen Reisepass. Mit leuchtenden Augen zogen unsere kleinen Entdecker los, um an den verschiedenen Stationen Stempel zu sammeln. Es war großartig zu sehen, mit wie viel Eifer die Pässe gefüllt wurden!
„Wir sind bunt“ – Unsere Wurzeln: Besonders beeindruckend war unsere große Tafel mit der Aufschrift „Wir sind bunt“. Hier konnten die Eltern verewigen, aus welchen Teilen der Welt ihre Familien kommen. Das Ergebnis ist ein wunderbares Bild unserer Vielfalt, das zeigt, wie viele verschiedene Nationen unsere Kita-Gemeinschaft bereichern.
Lesen, Basteln & Action:
Ruheoasen: In den Vorleseecken konnten die Kinder in ferne Geschichten eintauchen.
Kreativität: An der Bastelstation entstanden kleine Kunstwerke.
Sport & Spiel: Draußen herrschte Trubel bei den sportlichen Angeboten. Ob beim Entenangeln, dem spannenden Wurfspiel oder dem klassischen Sackhüpfen – der Spaß stand immer an erster Stelle!
Ein herzliches Dankeschön an alle Familien, an Gormetkids, dem Bürgerverein Nord e.V. und dem Stadtteiltreff Oase, die dieses Fest durch ihre Mithilfe, die Speisen und ihre gute Laune zu etwas ganz Besonderem gemacht haben. Schön, dass ihr Teil unserer bunten Welt seid!
(Bilder: Marcel Härtel)
Seite 12 - Impressum
Herausgeber:
Internationaler Bund IB Mitte gGmbH
Brenneckestr. 95
39118 Magdeburg
ViSdP: Marcel Härtel Stadtteilmanagement Kannenstieg/Neustädter See
Pablo-Neruda-Str.11
39126 Magdeburg
Redaktion/Layout: Marcel Härtel
E-Mail: [email protected]
Internet: www.magdeburg-nord.de
Einsendeschluss 2026
01.08.2026
01.11.2026
Druck: Saxoprint-Druck
„Der Lindwurm“ erscheint viertel jährlich in einer Auflage von 2000 Exemplaren. Die Zeitung wird gratis in den Stadtteilen Kannenstieg/Neu städter See ausgelegt