67. Ausgabe (Dezember 2025)

Inhalt

Seite 2

Vorwort

Termine der AG GWA 2026

Seite 3

Der Lindwurm wird Zwanzig

Seite 4

Straßen voller Licht und Musik

Seite 5

Samstag, 20. September

Seite 6

Die Säulen am Neustädter See

Seite 7

Vielfalt erleben und gemeinsam feiern

Save the Date 2026

Seite 8

Ein Herbstfest auf dem Hof

Seite 9

Ein etwas anderer Sonntag am See

Seite 10

Immer aktiv und kreativ

Seite 11

Helga Schettges Lyrikecke 

Seite 12

Endlich wieder auf Schatzsuche

Impressum

(Titelbild: Sandro Grupe)

 

 


Seite 2 – Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, ein herzliches Willkommen zur abschließenden Ausgabe der Stadtteilzeitung im Jahr 2025. Bevor ich Ihnen die Beiträge in dieser Ausgabe ans Herz lege, möchte ich Ihnen und Ihren Familien eine schöne Adventszeit wünschen, verbringen Sie ein besinnliches Weihnachtsfest und rutschen Sie gut, gesund und wohlbehalten ins neue Jahr.

Das Jahr 2025 hatte in unseren Stadtteilen Kannenstieg und Neustädter See einige Höhepunkte und Jubiläen. Die Oase feierte 35 Jahre, die Kita Kinderland und der Neustädter See gar 50 Jahre. Das Kinderfest am Leuchtturm machte das Dutzend voll und der Lampionumzug ging zum zehnten Mal auf die Reise. Neben all diesen Jubiläen haben viele Einrichtungen tolle Angebote und Projekte auf die Beine gestellt, so dass man festhalten kann, 2025 hat einige Möglichkeiten kulturell, sportlich und veranstaltungstechnisch bereitgehalten.

Ich möchte hier den vielen Partner und Mitstreitern danken. Mit dieser Unterstützung können auch weiterhin schöne Angebote für die Bewohnerinnen und Bewohner verwirklicht werden. Als Stadtteilmanager und Bewohner des Stadtteils möchte ich mich an dieser Stelle ganz ausdrücklich bei den Menschen bedanken, die ehrenamtlich als Bürgervereinsmitglieder oder dem Verein nahestehende Personen angepackt haben und Großes geleistet haben.

Nun zu den 12 druckfrischen Seiten dieser Ausgabe. Gleich auf Seite 3 finden Sie einen Artikel zur Lindwurm-Skulptur auf der Ringbrücke. Auf Seite 6 berichtet die Ausgabe über die zwei Säulen an der Zentrumsachse und auf Seite 7 hat der Bürgerverein seine vier Hauptveranstaltungen 2026 mit genauen Terminen unterlegt.

Apropos Veranstaltungen: die Kinderfeste zum Weltkindertag (Seite 5) und auf dem Leuchtturmspielplatz (Seite 12) finden sich genauso wieder, wie das Herbstfest (Seite 8) oder der Lampionumzug (Seite 4).

Ein Thema beleuchten wir auf Seite 9. Es ist und bleibt ein Rätsel, wie sich das Aufkommen an Müll und Dreck in den letzten Jahren erhöht hat. Es gibt viele Gründe, die benannt werden, teils treffen sie mal mehr zu, mal weniger. Fakt ist jedoch, dieser Müll wird von einer Spezies hinterlassen, sie nennt sich Mensch. Was bei der Müllaktion am See so alles aufgefunden wurde, lässt Zweifel aufkommen, dass die Menschen einer intelligenten Spezies angehören. Zumindest bei einigen von Ihnen sind Zweifel angebracht. Wie auch immer, selbst diesen Leuten möchte ich, wie allen anderen, zum Ende des Vorwortes eine letzte Botschaft widmen: Frohe Weihnachten.

In diesem Sinne: Bleiben Sie uns treu!

Marcel Härtel (Stadtteilmanagement Magdeburg Nord des IB)

 

 

Seite 2 - Termine der AG GWA 2026

Die Sprecherräte der Arbeitsgruppen GWA haben die Sitzungstermine für das Jahr 2026 mitgeteilt. Die Sitzungen beginnen jeweils um 17.30 Uhr, die entsprechenden Orte werden rechtzeitig kommuniziert. Inhaltlich beschäftigen sich die GWA-Gruppen mit unterschiedlichen Themen zu den Stadtteilen. Es sind ehrenamtlich geführte Gruppen, die sich in einer Art „Bürgerstammtisch“ für die Belange ihres Stadtteiles einsetzen. Weiterhin können finanzielle Unterstützungen über den Initiativfonds bei der GWA beantragt werden. Die Sitzungen sind öffentlich und das Gemeinwesen lebt vom Mitmachen, Einbringen und Mitgestalten. Fragen und weitere Informationen zur Arbeit der AG GWA können Sie an die Sprecherräte richten.

Kontakt erhalten Sie über www.Magdeburg.de bzw. www.magdeburg-nord.de

Neustädter See

28.01.2026

25.03.2026

27.05.2026

22.07.2026

30.09.2026

18.11.2026

 

Kannenstieg

18.02.2026

22.04.2026

24.06.2026

16.09.2026

25.11.2026

Seite 3 - Der Lindwurm wird Zwanzig

Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)

Im Rahmen der 1.200 Jahrfeierlichkeiten Magdeburgs wurde im Magdeburger Norden ein besonderes Kunstprojekt umgesetzt, genauer gesagt aufgesetzt. In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 2005 wurde der Magdeburger Ring mehrere Stunden gesperrt und ein 14 Tonnen schwerer Koloss auf die Fußgängerbrücke zwischen Eisler-Platz und Allende-Straße gehievt.

8,70 Meter hoch, 34,50 Meter lang und mit einer Flügelspanne von 6,80 Meter soll es nach damaligen Angaben die größte Drachenskulptur Europas sein- Der Lindwurm war in Nord „gelandet“. „Ein ganz großer Kampf“, sei es gewesen, betonte Doris Nikoll, ehemalige Mitarbeiterin im Stadtplanungsamt. 113.000 Euro bedurfte es für die Realisierung, die teils aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ kamen, teils von Sponsoren bereitgestellt worden sind. Inspiriert wurde die Künstlerin Astrid Weinhold mit dem Entwurf des Giganten auf der Brücke von der mittelalterlichen Sage des Lindwurms, in der die Entstehung Rothensees dargestellt ist. Astrid Weinhold organisierte Lindwurmwanderungen von der Brücke aus nach Rothensee, die Lindwurmsage wurde viele Male aufgeführt, der Sage wurde und wird auch heute noch gehuldigt. Was jedoch auch in den vergangenen zwanzig Jahren, seit dieser Dezembernacht entstanden ist: Der Lindwurm ist nicht mehr nur eine mittelalterliche Sagenfigur, er wurde in den Stadtteilen Neustädter See und Kannenstieg ein Symbol für das Hier und Jetzt, er lebt und verbindet. Die Skulptur auf der Brücke ist das verbindende Element zwischen den Stadtteilen. 2008 gründete Jessica Zedler die Stadtteilzeitung und nannte diese „Der Lindwurm“. Wie die Lindwurm Skulptur, einzigartig in Magdeburg, Margit Röhr, Leiterin der Theatergruppe vom Hort Weltentdecker, organisierte zahllose Aufführungen der Lindwurmsage und machte den kleinen Lindwurm so zum Markenzeichen auf vielen Veranstaltungen. Sie inspirierte somit dazu, Lindi- den kleinen Lindwurm 2017 zum Maskottchen der Stadtteile werden zu lassen.

Ob es vor zwanzig Jahren eine künstlerische Reminiszenz, eine Erinnerung an die Lindwurm-Sage in Form dieser gigantischen Skulptur sein sollte, keine Ahnung. Das mag sein oder auch nicht. Entscheidend ist doch, was seit zwanzig Jahren über dem Magdeburger Ring thront, ist der mittelalterlichen Sagen- und Märchenwelt entsprungen und wurde durch viele Menschen und zahlreiche Aktivitäten zu einem der Wahrzeichen im Kannenstieg und am Neustädter See.

(Bilder: Archiv Stadtteilmanagement)

Seite 4 - Straßen voller Licht und Musik

Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)

Freitag, Anfang November, Laternen, Lichter, Familien mit Kindern und Musik - Dies sind die Worte, die kurz zum Ausdruck bringen: Es ist wieder Zeit für den Lampion Umzug im Magdeburger Norden.

Am Freitag, 7. November, fand der diesjährige Umzug auf dem Neustädter Platz seinen Anfang. In diesem Jahr mittlerweile zum zehnten Mal. Es gab in den vergangenen Jahren verschiedene Routen. Zum kleinen Jubiläum ging es wieder vom Neustädter Platz über das Seeufer in Richtung Leuchtturm Spielplatz. Dann am See entlang in Richtung Oase, wo auch diesmal der erste Glühwein des Jahres und die übliche Bratwurst wartete.

“Das ist der mit Abstand beste Lampion Umzug der Stadt”, dieser Satz stammt vom Anführer des Sax' n' Anhalt Orchesters. Uli Haase sorgt mit seinem Orchester nicht nur für eine wunderbare Atmosphäre, er freut sich wirklich nach jedem der Umzüge von Herzen und bringt es auch immer wieder zum Ausdruck. Uli zu widersprechen, käme mir nicht in den Sinn. Das Sax' n' Anhalt Orchester verwandelt den Umzug in eine bewegliche Party.

Zum diesjährigen Lampion Umzug liefen Kinder aus dem Hort Weltentdecker mit Lindwurm Lampions vor dem Orchester an der Spitze des Zuges. Und wenn man sie beobachtet hat, sie waren aufgeregt und freuten sich wie Bolle, ganz vorne laufen zu dürfen. Manchmal sind es eben nur Kleinigkeiten, die eine große Wirkung erzielen. Und an diesem kleinen Beispiel kann man zum Uli Zitat eigentlich nur sagen: Alles zusammen gesehen, er hat schon recht.

(Bilder: Lutz Fiedler, Marcel Härtel)


Seite 5 - Samstag, 20. September


Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)

Was an einzelnen Tagen so begangen wird, ist schon interessant: „Plane deine Brückentage für das nächste Jahr Tag“ oder „Iss einen Apfel Tag“- zwei kuriose Beispiele, zumindest im Namen.

Weiter war am 20. September: „Tag des Handwerks“, „Tag des roten Pandas“, „Tag des Friedhofs“ oder der „World Cleanup Day“. Jedes dieser Mottos hat mit Sicherheit seine Berechtigung, aber der 20. September war auch der „Weltkindertag“. Der Weltkindertag geht auf die Vereinten Nationen zurück. Er wurde 1954 eingeführt und soll auf die Rechte von Kindern aufmerksam machen: Schutz vor Armut und Gewalt, das Recht auf Bildung, sowie das Recht auf freie Meinungsäußerung.

In Magdeburg fanden am 20. September einige Veranstaltungen statt: Erntedankfest oder die Eröffnung der interkulturellen Woche beispielsweise. Nun, wenn man einmal nachliest, könnte man feststellen, dass sich sozusagen geeinigt wurde, dass die interkulturelle Woche immer erst nach dem Erntedankfest beginnen sollte. Offiziell tat sie es auch am Montag, den 22. September. Aber das ist nicht der Punkt des Ganzen. Egal, was für eine Veranstaltung da groß aufgezogen wurde. Egal, dass es dort jeweils auch Angebote für Kinder gab. In keiner Ankündigung, in keiner Form wurde der Weltkindertag am selben Tag auch nur erwähnt. Ist das die Aufmerksamkeit, welche den Kindern an diesem Tag entgegengebracht wird? Kinder sollten jeden Tag unsere Aufmerksamkeit haben, nicht nur am Weltkindertag oder am 1. Juni zum Kindertag, der 1950 in der DDR eingeführt wurde. Aber wenigstens eine Erwähnung wäre nicht zu viel verlangt, wenn man es mit den Kindern ernst meint!

Das Kinderfest zum Weltkindertag in Nord war ein großartiger Nachmittag mit vielen Menschen, die das Anliegen unterstützt haben. Vielen Dank der Wobau Magdeburg für die Bereitstellung der Bungee-Anlage, vielen Dank an Uli vom Sax` n` Anhalt Orchester für „Musik zum Anfassen“, vielen Dank an die Superhelden von Kostüm Fritze, vielen Dank an Engelhardt Events für den Auf- und Abbau, trotz aller terminlichen Engpässe. Vielen Dank an den Stadtteiltreff Oase und den Bürgerverein Nord für euren Einsatz, den Kindern einen schönen Tag zu ermöglichen.

Vielen Dank an all die fröhlichen Kinder, die mit uns euren Tag gefeiert haben. Und Grüße an die Menschen, die im Stadtpark oder tags zuvor am Schellheimerplatz den Weltkindertag zum Anlass ihrer Veranstaltungen nahmen.

(Bilder: Marcel Härtel)

Seite 6 - Die Säulen am Neustädter See

Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)

In meiner Funktion als Stadtteilmanager verfolge ich natürlich die jeweiligen Themen im Stadtteil. Welche Punkte betreffen die Stadtteile Neustädter und Kannenstieg und was im dabei im Interesse meiner Arbeit oder auch der Arbeit der Gemeinwesenarbeitsgruppen. In der Tagesordnung für die Sitzung Anfang November befand sich eine Anfrage zu den Säulen am Neustädter See.

Eine weitgehend unbekannte, aber interessante Geschichte. Und ein Anlass, die Geschichte der Säulen auch in der Lindwurm-Ausgabe einmal zu beleuchten. Die Säulen befinden sich an der Zentrumsachse zwischen dem Platz der Begegnung, dem früheren Festplatz und dem Kranichhaus, dem Schrotebogen 12. Die Zentrumsachse ist die Achse vom Hanns-Eisler-Platz über die Lindwurmbrücke, den Neustädter Platz hin zum Neustädter See. Auf dieser Achse wurden bei der Planung des Wohngebietes die Versorgungs- und Gewerbeeinrichtungen angesiedelt. Zwischen dem Neustädter Platz und dem Neustädter See verläuft die Zentrumsachse als Fußgängerbereich. Folgt man der Zentrumsachse in Richtung Neustädter See 

 

 


verläuft diese zwischen den beiden Hochhäusern Schrotebogen 12 und Salvador-Allende-Straße 32. Wenn man sich anschaut, wie die Hochhäuser, meist paarweise angeordnet sind, könnte man meinen, es verbirgt sich eine gewisse Struktur

dahinter. Am Neustädter Platz befinden sich zwei Hochhäuser im Zentrum des Stadtteils, in der Ziolkowskistraße waren es einst auch zwei, jeweils links und rechts der Zufahrt aus Barleben. Wie ein Eingangstor zum Stadtteil eben. So gesehen könnte man meinen, die beiden Hochhäuser an der Zentrumsachse bilden den Zugang zum See. Viel Spekulation, aber genau dort wurden die zwei Säulen Mitte der achtziger Jahre platziert. Zumindest ein schöner Gedanke, die Säulen als optisches Zugangstor zum Neustädter See zu betrachten.

 

Aber woher stammen die Säulen?

 

Die Säulen stammen vom Eingangsbereich des Barockgebäudes Domplatz 2/3 aus dem 18. Jahrhundert. Heute wird das Gebäude von der Landesregierung genutzt.

 

Zu DDR-Zeiten wurde das Gebäude umgestaltet. Dabei war der VEB Baureparatur beteiligt. Hans P.H. Schuster, Senior des Magdeburger Bau- und Natursteinunternehmens Schuster, war an den Umbauten beteiligt Die Säulen sollten bei den Umbauarbeiten entfernt und vernichtet werden. Doch Schuster war mit der Vernichtung nicht einverstanden und sicherte damals die Säulen. Ungefähr zwei drei Jahre nach der Fertigstellung des Wohngebietes am Neustädter See, also Mitte der achtziger Jahre, wurden die Säulen an der Zentrumsachse aufgestellt. Lange Zeit vegetierten die Säulen etwas vergessen und nicht mehr gut sichtbar dahin. Erst mit der Neugestaltung der Zentrumsachse vom Neustädter Platz bis zum Rundweg am Westufer des Neustädter Sees 2009 wurden die Säulen wieder mehr in den Mittelpunkt gestellt. Die Sicherung und der Erhalt der barocken Säulen, sowie deren Aufstellung in Nord ist jedoch Mitte der achtziger Jahre Hans P.H. Schuster zu verdanken.

 

(Bilder: Marcel Härtel)

 

Seite 7 - Vielfalt erleben und gemeinsam feiern

Maria Schulz (Deutscher Familienverband)

Im Rahmen der Interkulturellen Woche fand am 22.09.2025 ein buntes und herzliches Begegnungsfest im Bürgerhaus Kannenstieg statt – organisiert von der Kitasozialarbeit, dem Jugendclub „Lichtblick“ und der Migrationsberatungsstelle.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht: Zahlreiche Familien, Nachbar*innen und Interessierte aus verschiedenen Kulturen kamen zusammen, um einen Nachmittag voller Begegnung, Kreativität und Austausch zu erleben.

Das vielseitige Programm ließ keine Wünsche offen: Kinder konnten Traumfänger oder Bilderrahmen basteln, sich schminken lassen oder an der Buttonstation eigene Anstecker gestalten. Eine Fotostation sorgte für schöne Erinnerungen, während beim mehrsprachigen Vorlesen Geschichten aus aller Welt lebendig wurden. Ein großes Highlight war die Gestaltung von Namens-Lesezeichen.

Für das leibliche Wohl sorgte ein liebevoll zusammengestelltes Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern.

Das Begegnungsfest zeigte eindrucksvoll, wie gelebte Vielfalt und Zusammenarbeit über kulturelle Grenzen hinweg gelingen kann – ein echtes Highlight der Interkulturellen Woche.

(Bilder: Marcel Härtel)

 

 


Seite 7 - Save the Date in 2026

Seite 8 - Ein Herbstfest auf dem Hof


Anke Grupe (Bürgerverein Nord)

Mit den Kinderfesten am Weltkindertag und am Leuchtturm waren der Bürgerverein Nord und das Stadtteilmanagement bei zwei Veranstaltungen speziell für Kinder aktiv. Es wurde Zeit, eine Veranstaltung zu organisieren, die sich vordergründig an Erwachsene und vor allem an den älteren Personenkreis richtet.

In Erinnerung an das Familienfest in der Lumumbastraße letztes Jahr, war der passende Ort schnell ausgemacht. Ein gemütliches Ambiente auf dem Innenhof hatte bei besagtem Familienfest funktioniert und es wurde Zeit, an diesen Ort zurück zu kehren.

Beim Herbstfest am 11. Oktober stellten erstmals die Jungs und Mädels der jungen Firma Friends Events Angebote für Kinder zur Verfügung, Silke vom creaction Projekt des Stadtteilmanagements hatte Bastelangebote parat und der Bürgerverein organisierte ein Catering Angebot von Kuchen über Kaffee, Getränke bis zum Grill.

Das Hauptaugenmerk lag bei dem Herbstfest auf dem musikalischen Teil. Zwei Stunden spielten Burkhard und Fred und erfüllten dabei so manchen Musikwunsch. Nach und nach legten die Besucherinnen und Besucher ihre Scheu ab und tanzten beschwingt zu den bekannten Klängen der Musik.

Beim anschließenden Auftritt vom Sax' n' Anhalt Orchester wollten die Kinder den Erwachsenen in nichts nachstehen und zogen mit einer Polonaise über das Gelände.

Am Ende zeigte die Veranstaltung, wie einfach und unkompliziert es sein kann, den Menschen eine Freude zu machen, ihnen ein paar Stunden eine unbeschwerte Zeit zu ermöglichen und den Alltag einmal hinter sich zu lassen. Wenn uns dies gelungen ist, dann haben wir unser Ziel für diesen Tag erreicht. Wir möchten uns bedanken, bei den fröhlichen Gästen, bei den tollen Musikern, bei Friends Events und der MWG, die uns ihren Hof zur Verfügung stellten. Dankeschön an die Damen, die uns kurzerhand Strom über den Balkon lieferten und dem wieder einmal fleißigen Team des Bürgervereins. Haben sie Interesse und Ideen für den Lumumba-Hof im nächsten Jahr, dann zögern sie nicht, uns anzusprechen. Für uns spricht nichts dagegen, den Hof wieder lebendig werden zu lassen.

(Bilder: Marcel Härtel)

 

 

Seite 9 - Ein etwas anderer Sonntag am See


Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)

Welch eine Möglichkeit? In zwei, drei Minuten aus dem Alltag entfliehen und Wasser, Strand und Natur genießen! Raus aus der Wohnung und gleich vor der Tür liegt der See. Der See, welcher dem Stadtteil seinen Namen zu verdanken hat. Der See, der einige Möglichkeiten zu Verweilen bereithält.

Am 21. September fanden viele Freiwillige die andere Seite vor: Müll und Dreck, scheinbar ohne Ende. Gemeinsam mit den Mitarbeitern und Betreibern des STRANDPARX haben Akteure der GWA, Mitglieder des Bürgervereins und Anwohner den Versuch unternommen, die Halbinsel nördlich von Cable Island zu entrümpeln. Der Bereich ist seit vielen Jahren ein Problem und die Aktion sollte auch ein Zeichen vermitteln: Jetzt, wo es dem STRANDPARX gehört, bleibt ihr nicht alleine mit dem Müll und deren Folgen. Starten wir zum World Cleanup Day eine gemeinsame Aktion und holen den Dreck aus der Natur! Säckeweise Hinterlassenschaften wurden gesammelt und entsorgt, einige Teilnehmer waren sichtlich schockiert, was so genannte „zivilisierte Existenzen“ hinterlassen. Neben Unmengen von leeren Alkoholflaschen wurden zahllose Windeln aus den Büschen gezogen.

Nachdem die Säcke für den Abtransport verladen waren, trafen sich alle Beteiligten an der Strandbar. Es gab frischen Kaffee und leckeren Kuchen, eine schöne Runde mit tollen Menschen! Ein gutes Gefühl, zusammen etwas Positives geschafft zu haben und ein herrlicher Blick auf den See. Alleine dies war es wert, sich an diesem Sonntag aufzumachen. Mit Sicherheit ein Gefühl, welches die Verursacher des gesammelten Mülls weder kennen, noch irgendwann einmal zu erleben.

(Bilder: u.a. Siegfried Kratz, Silke Henke, Marcel Härtel)


Seite 10 - Immer aktiv und kreativ


Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)

Im Fachjargon hört und liest man ab und an den Begriff Mikroprojekt. Gemeint sind kleine Projekte, die nicht viel Aufwand benötigen, die kurzzeitig angelegt sind oder auch einen sogenannten niedrigschwelligen Ansatz verfolgen. So weit nicht falsch, aber wird es den sogenannten kleinen Angeboten gerecht?

Mit dem Projekt “Creaction” ist ein Angebot geschaffen worden. Zwei Termine im Monat, wechselnde Themen, mal kreativ, ein anderes Mal aktiv. Silke Henke ist als ehrenamtliche Projektbegleiterin von Beginn an mit dem Projekt betraut. Mit vielen Ideen und einer Portion Aufregung ist sie gestartet. Mittlerweile ist sie mit so vielen verschiedenen Dingen beschäftigt: ausprobieren, vorbereiten, planen, durchführen und anleiten. Am Ende stehen die Termine mit meist zwei Stunden Dauer. Mikroprojekt halt. Mitnichten!

Silke Henke macht aus dem Projekt ein abwechslungsreiches Erlebnis für die teilnehmenden Familien und Kinder. Nicht nur ihre Projekttermine sind in ihrem Fokus. Geht es beim Stadtteilfest, beim Leuchtturmfest oder jetzt beim Weihnachtsmarkt um die Bastelangebote, kein Problem, Silke hat da schon mindestens eine Idee. Jede Idee für die Projekttermine oder für die Veranstaltungen wird besprochen und geplant. Mit der Oase Mitarbeiterin Sylke Dunkel, ebenfalls im kreativen Bereich zu Hause, haben sich zwei gefunden, die für jede Gelegenheit das richtige austüfteln. Aber nicht nur das Duo agiert im kreativen Bereich. Einige Mütter werden “eingespannt”, Margit Röhr vom Hort Weltentdecker ist bei so manchen Dingen einbezogen und wenn's nötig ist, packen weitere Personen gerne mit zu. Dann ziehen Silke und Sylke schon einmal in die Werkstatt zu Thoralf Bleidorn Sauer oder Reiner Heyer vom Bürgerverein kommt und packt an.

Was seinerzeit als sogenanntes Mikroprojekt gestartet ist, ist heute eine Menge mehr. Es ist das ständige Streben nach Möglichkeiten, Kindern und Familien eine gute Zeit zu machen. Es ist keine Alleinunterhaltung, es ist ein Zusammenspiel mehrerer Menschen, die sich unterstützen und zusammenarbeiten. Nichts mit mikro, eher mega. Heute wirken Leute zusammen, die sich aus verschiedenen Bereichen kommend im Stadtteiltreff treffen und etwas auf die Beine stellen. Ob bei Creaction, ob beim Oase Bastelangebot oder bei den zahlreichen Veranstaltungen, Sylke und Silke sind nicht weit. Immer mit dem Ziel und dem Anspruch, den Besuchern interessante Angebote zu unterbreiten. So wurden im Stadtteiltreff über die Jahre aus vielen kleinen Projekten eine lebendige Zusammenarbeit. An dieser Stelle möchte ich Danke sagen. Danke an das Oase Team, dass ihr Silke Henke den Raum für ihre Ideen gebt und sie so aufgenommen habt und sie bei Bedarf unterstützt. Danke an Silke selbst, dir das Creaction Projekt anzuvertrauen, war die absolut richtige Entscheidung.

(Bilder: Silke Henke, Marcel Härtel)

 

 

Seite 11 - Helga Schettges Lyrikecke

 

Reisegespräche

 

Drei nette Damen aus dem schönen Sachsen,

wo hübsche Mädchen auf den Bäumen wachsen,

die reisten mit uns kürzlich im Abteile –

und durch sie hatte niemand Langeweile.

 

Zunächst ging es erst mal ums Weihnachtsessen

und welche Kräuter man nicht darf vergessen.

Wir kannten nach und nach die Lieblingsspeisen,

bevor man daran ging, den Wein zu preisen.

 

Dann fing man an – ganz ohne jedes Zaudern –

vom schönsten Urlaubsparadies zu plaudern:

Ob nach Mallorca oder den Chinesen -

„Unglaublich – Sie sind dort noch nie gewesen?“

 

Und unverzüglich sprach man von Familie,

von Eltern, Kindern und auch von Emilie,

vom Opa, dem es wirklich konnt‘ gelingen,

mit neunzig noch das Tanzbein flott zu schwingen.

O, Schreck, nun kam das Thema auf die Kranken,

auf dicke Leute und auch auf die Schlanken.

 

Die Damen hatten Dutzende Beschwerden,

wer mehr hat, muss erst noch geboren werden!

Die Sachsen-Ladies sprachen unverfroren –

uns dröhnten intensiv davon die Ohren.

Wie konnten sie – so fragten wir uns alle –

nur Atem schöpfen bei dem Redeschwalle?

 

 

Heiligabend

 

Von dem Tag geht ein Zauber aus:

Ein Kind kam auf die Erde.

Die Hoffnung fliegt von Haus zu Haus,

dass endlich Friede werde.

 

Ein Stern, er funkelt hell und klar

und leuchtet in die Herzen.

Er bringt die Botschaft - wunderbar:

Vorbei sind alle Schmerzen.

 

Drei Könige aus fernem Land,

so haben wir’s vernommen,

sind mit den Schätzen wohlbekannt

zu diesem Kind gekommen.

 

Ach, würde doch die Kunde wahr

aus jenen alten Zeiten,

dann könnte über Tag und Jahr

der Frieden sich verbreiten.

 

Wir hätten Glück und Seligkeit

und würden nirgends stranden.

Die Chance der Weihnacht wird weltweit

noch immer nicht verstanden…

 

Helga Schettge (Fotos: Helga Schettge)

 

 

Frauenkirche Dresden

 

Die Kirche ist voller Schönheit und Licht:

die Farben Weiß und Gold im Überfluss.

In diesem Glanze ein Engelsgesicht,

das voller Andacht ich betrachten muss.

 

Anmutig und zart schaut es hernieder –

mit goldnen Locken, ein wirklicher Schatz.

Ein Lächeln schenkt es mir immer wieder.

Unter der Orgel direkt ist sein Platz.

 

Den Engel höre ich leise sagen:

„Ich bin sehr gern in dem Gotteshaus hier.

In Schutt zerfiel es in dunklen Tagen.

Gottseidank kehrte zurück all die Zier.

 

Ich führe freudig Menschen zusammen,

die uns besuchen von nah und von fern.

Lasst uns gemeinsam die Welt umspannen,

und bringt jedem Land einen Friedensstern!“

 

 

Frommer Wunsch

 

Käm’ bei mir eine Fee vorbei

und hätte ich drei Wünsche frei,

so wünscht’ ich mir im Stillen:

Ein jeder hätt’ drei Wünsche frei

und könnt’ sie sich erfüllen.

 

 


Seite 12 - Endlich wieder auf Schatzsuche

(Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)

Eigentlich war der 19. September für das Kinderfest am Leuchtturm vorgesehen. Die Idee war, mit dem Leuchtturmfest und dem Kinderfest zum Weltkindertag am 20. September ein „Doppelpack“ zu schnüren. Immerhin widmen die Spielplatzpaten das Kinderfest am Leuchtturm seit der Premiere den Anliegen der UNICEF zum Weltkindertag. Leider gab es im Vorfeld einige Probleme mit der Co-Finanzierung, so dass der Termin verschoben werden musste. Somit ging das Leuchtturmfest in diesem Jahr später an den Start. Am 2. Oktober war es dann soweit und die bunte Kinderparty auf dem Spielplatz konnte beginnen. Die Spielplatzpaten vom Ortsverband Magdeburg-Nord der Linken organisieren das Fest seit der Übernahme der Patenschaft und machten in diesem Jahr das Dutzend voll. Mit der Wobau, dem Bürgerverein Nord und dem Stadtteilmanagement sind drei Partner von Beginn an mit an Bord gewesen. In den Jahren haben sich weitere Einrichtungen und Institutionen an den Festen beteiligt, so dass das Kinderfest am Leuchtturm mittlerweile eine Tradition geworden ist. In diesem Jahr sollte es nach den Organisatoren ein Stück weit zu den Wurzeln zurückkehren. Neben der Bungee-Anlage, einer Hüpfburg, einem Bastelstand und vielen kleineren Spielangeboten wurde eine Aktion der ersten Ausgabe des Festes wieder einbezogen: eine versteckte Schatzkiste. Sehr zur Freude der Kinder wurde die Kiste ausgegraben und der Inhalt aufgeteilt.

Auch wenn es mit dem angedachten Termin nicht geklappt hatte, das Wetter spielte auch Anfang Oktober noch mit, alle Partner waren trotz der Verschiebung am Start und die Kinder hatten sicht- und hörbar ihren Spaß an ihrem Leuchtturmfest. Somit sollte es nicht weit hergeholt klingen, wenn man sagt, nächstes Jahr heißt es wieder: Leinen los, das Schiff kapern und den Leuchtturm erklimmen. 2026 schlägt es 13, Jo-Ho, ihr Landratten!

(Bilder: Silke Henke, Marcel Härtel)


Seite 12 – Impressum

Herausgeber:

Internationaler Bund

IB Mitte gGmbH

Brenneckestr. 95

39118 Magdeburg

ViSdP: Marcel Härtel

Stadtteilmanagement

Kannenstieg/Neustädter See

Pablo-Neruda-Str.11

39126 Magdeburg

Redaktion/Layout:

Marcel Härtel

E-Mail: [email protected]

Internet:

www.magdeburg-nord.de

Einsendeschluss 2026

01.02.2026

01.05.2026

01.08.2025

01.11.2026

Druck:

Saxoprint-Druck

„Der Lindwurm“ erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 2000 Exemplaren. Die Zeitung wird gratis in den Stadtteilen Kannenstieg/Neustädter See ausgelegt.

 

 

67. Augabe 122025.pdf
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Jetzt erhältlich - Ausgabe 69
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Schulprojekt 1979/80, Klasse 4b, Neruda POS auf einen Blick
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