68. Ausgabe (März 2026)

Inhalt

Seite 2

Vorwort

Wunschbaum-Aktion sorgt für große Freude im der KITA!

Seite 3

Olympische Winterspiele in Nord

Seite 4/5

Zwischen Wellen, Wandel und Werten

Seite 6

Winterliche Schnipseljagd

Seite 7

Gemeinsam unterwegs für Gesundheit und gegen Einsamkeit

Seite 8

Danke und Anerkennung zum Jahresbeginn

Seite 9

Ein Blick hinter die Kulissen

Seite 10

Heimlich Mäuschen gespielt bei der „Bunten Palette“

Termine der AG GWA 2026

Seite 11

Aus Alt wird Neu

Seite 12

Helga Schettges Lyrikecke

Impressum

(Titelbild: Anne Koch-Lüders)

 

 


Seite 2 - Vorwort

 

Werte Leserinnen und Leser, mit besten Wünschen für das Jahr 2026, darf ich Sie zur neuen Ausgabe der Stadtteilzeitung begrüßen. Ich hoffe, Sie sind alle gut ins neue Jahr gestartet und haben vor allem die chaotischen Tage voller Schnee und Eis überstanden. Gerade als Fußgänger war es mitunter eine Zumutung, welche Bedingungen herrschten und es bleibt zu hoffen, dass Unfälle und Stürze ausblieben.

Nun wird das Jahr 2026 auch für nicht wenige Mieterinnen und Mieter einige Herausforderungen mit sich bringen. Die einzelnen Wohnungsunternehmen haben für das laufende Jahr Sanierungen angekündigt. Wenn Versorgungsstränge saniert oder ebenerdige Fahrstühle eingebaut werden, wird es Einschränkungen für die betroffenen Mieterinnen und Mieter geben, keine Frage. Jedoch bleiben diese Einschränkungen zeitlich begrenzt und am Ende zahlen sich die Sanierungen und Installationen in einer besseren Wohnqualität aus. Die Maßnahmen zahlen ein Stück weit auch in die Zukunft ein, damit die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See lebenswerte und lebendige Standorte für die Menschen bleiben.

 

In der 68. Ausgabe finden Sie wieder einen bunten Mix aus Artikeln und Zusendungen unterschiedlichster Art und Weise. So finden sich drei Artikel, welche sich mit baulichen Entwicklungen beschäftigen. Einige Blicke hinter die Kulissen gewähren die MWG, der STRANDPARX und das Kinder- und Jugendzentrum Don Bosco.

Die ersten Aktivitäten im Jahr werden unter die Lupe genommen. Hier fanden Winterspiele und Schnitzeljagden statt, an anderer Stelle berichten die Verfasser der Artikel von Ausflügen und künstlerischen Aktivitäten. Viele diese Veranstaltungen und Projekte werden von ehrenamtlich tätigen Menschen unterstützt

und am Laufen gehalten. Dieses Engagement kann nicht genug gewertschätzt werden. Der Artikel zum Neujahrsempfang soll sinnbildlich für die vielen Menschen stehen, die sich immer wieder einbringen und ihren Kiez mitgestalten.

Mit Sicherheit wird es 2026 viele interessante Dinge geben, welche auch in der Stadtteilzeitung ihren Platz finden werden. Dessen bin ich mir sicher und ich wünsche mir, dass viele Bewohnerinnen und Bewohner teilhaben werden, an Veranstaltungen, Angeboten und Projekten. Ebenso würde ich mich darüber freuen, wenn Sie sich einbringen, bsp. in der Gemeinwesenarbeit, um die Dinge zu diskutieren und voranzubringen, damit sich unser gemeinsames Zuhause Stück für Stück weiter entwickeln kann. Es lohnt sich auf jeden Fall.

 

Zum Abschluss noch ein Wort zur Stadtteilzeitung allgemein: Der „Lindwurm“ wird 2026 „volljährig“. Seit November 2008 erzählt die Zeitung die Geschichten aus den Stadtteilen und zum 18. wünsche ich mir, dass Sie diese Geschichten weiter erzählen und Ihre Artikel diese Zeitung weiter füllen.

 

In diesem Sinne: Bleiben Sie uns treu!

Marcel Härtel (Stadtteilmanagement Magdeburg Nord des IB)

 

 

Seite 2 - Wunschbaum-Aktion sorgt für groß Freude in der Kita

 

Maria Schulz (Kita-Sozialarbeiterin)

In der Vorweihnachtszeit durfte die I-Kita Neustädter See an der Wunschbaum-Aktion von GALERIA Kaufhof teilnehmen. Dank des Engagements vieler Kundinnen und Kunden wurden zahlreiche Wünsche der Kinder erfüllt und die einzelnen Gruppen mit vielen liebevoll verpackten Geschenken überrascht.

Kurz vor Weihnachten wurden die Päckchen von Frau Pugh-Gehrke in der Kita verteilt und sorgten für große Begeisterung bei den Kindern. Neue Spiele, Bücher, Puppen und vieles mehr bereichern nun den Alltag in den Gruppen.

Neben der materiellen Unterstützung vermittelte die Aktion vor allem eines: das Gefühl von Gemeinschaft, Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt – Werte, die gerade in der Vorweihnachtszeit eine besondere Bedeutung haben. Auf dem Foto sieht man links die Einrichtungsleiterin der I-Kita Neustädter See Frau Nethe und rechts die Filialgeschäftsführerin von GALERIA Kaufhof Frau Pugh-Gehrke

(Bild: Maria Schulz)

 

 

Seite 3 - Olympische Winterspiele in Nord

 

 

Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)

Ursprünglich waren die Olympischen Winterspiele im Stadtteiltreff Oase schon Mitte Dezember geplant. Krankheitsbedingte Absagen lichteten das Teilnehmerfeld, so dass die Veranstaltung verschoben werden musste.

Nun, am 6. Februar, dem Tag, an dem die echten Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina eröffnet wurden, starteten die Winterspiele mit mehr als sechzig teilnehmenden Kindern und Jugendlichen.

Die Kinder- und Jugendhäuser des Magdeburger Nordens haben die Spiele im Verbund organisiert und schickten ihre sportlichen Abordnungen.

Aus allen Teilnehmern wurden sechs Länderteams gelost, die sich dann nach der Eröffnungszeremonie mit ihren Teambegleitern auf den olympischen Pfad begaben.

 

Sieben sportliche Herausforderungen waren zu bewältigen. Beim Eishockey, Skispringen, Curling und Biathlon wurden originale Sportarten namensgebend verwendet, bei der Winterstaffel, der Purzelbaum-Lawine und dem Ringe(be)werfen fanden sich Disziplinen, die in Italien nicht auf dem Programm standen. So hatten die Winterspiele in der Oase einige sportliche Alleinstellungsmerkmale.

Bei der Purzelbaum-Lawine mussten die Teams so viele Purzelbäume wie möglich innerhalb einer vorgegebenen Zeit schlagen. Dem Einem oder Anderen wurde schon beim Zuschauen schwindelig. Beim Biathlon standen vier Sportler gleichzeitig auf den Skiern und nur mit gemeinsamer Koordination wurde der Schießstand sturzfrei erreicht. Und beim Eishockey war das Dribbling nicht so einfach, da statt einem Puck ein kleiner Ball geführt werden musste. Auch die Winterstaffel hatte seine Tücken. Bei jedem Wechsel musste die Ausrüstung, bestehend aus Mütze, Schal und Handschuhe übergeben und umgezogen werden.

 

Alles in allem hatten die jungen Sportler eine Menge Spaß an den einzelnen Stationen und es wurde sich gegenseitig angefeuert und unterstützt. Die Teambegleiter führten die Mannschaften wie Coaches durch die Spiele und motivierten lautstark.

Die olympische Küche hielt dann Kartoffelsuppe mit Würstchen bereit und nach der Siegerehrung mit Medaillen gab es statt einer förmlichen Abschlusszeremonie eine fröhliche Kinderdisco. Ein rundum gelungener Ferientag mit Spiel, Spaß und Sport.

(Bilder: Sarah Sadya Legmair, Marcel Härtel)


Seite 4/5 - Zwischen Wellen, Wandel und Werten – Wie der Neustädter See seine Zukunft neu erfindet

 

Rico Löbelt (Ressortleitung)

Es gibt Orte, die mehr sind als ein Stück Land auf der Karte. Orte, die Erinnerungen tragen, Generationen verbinden und deren Bedeutung mit den Jahren wächst. Der Neustädter See ist so ein Ort. Und wenn wir heute auf das Jahr 2025 zurückblicken, dann tun wir das mit einem warmen Gefühl im Herzen – und mit dem festen Blick nach vorn.

 

Das vergangene Jahr hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Kraft in unserem Stadtteil Nord steckt. Zwischen Vereinen, engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie ortsansässigen Unternehmen ist etwas entstanden, das weit über einzelne Veranstaltungen hinausreicht. Es ist ein spürbarer Zusammenhalt, der trägt – in Gesprächen am Seeufer, bei gemeinsamen Aktionen und in mutigen Zukunftsplänen.

Ein besonderer Höhepunkt war zweifellos das Jubiläum „50 Jahre Neustädter See“. Gemeinsam mit dem Bürgerverein Nord, dem Stadtteilmanagement, der GWA und STRANDPARX cable island wurde dieses Ereignis zu einem Fest, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird. Es war mehr als eine Feier – es war ein sichtbares Zeichen dafür, wie lebendig und gesund unsere Gemeinschaft ist. Die Resonanz der Anwohnerinnen und Anwohner war überwältigend. Man spürte: Dieser See gehört uns allen. Und wir gestalten ihn gemeinsam.

Dass dieses Miteinander keine leere Floskel ist, zeigte sich auch in vielen kleinen, aber bedeutenden Momenten des Jahres. So etwa beim World Cleanup Day, als Mitglieder der GWA, Aktive des Bürgerverein Nord und das Team von STRANDPARX cable island rund um den See Müll sammelten. „Gemeinsam für ein schönes und sauberes Zuhause“ – dieses Motto war gelebte Verantwortung. Wer an diesem Tag dabei war, weiß: Solche Aktionen reinigen nicht nur Wege und Ufer, sie stärken auch das Wir-Gefühl.

Gleichzeitig wurde 2025 deutlich, dass Stillstand keine Option ist. Der Neustädter See entwickelt sich weiter – behutsam, aber entschlossen. Besonders die Neuerungen auf dem Gelände von STRANDPARX cable island stoßen auf großes Interesse. Immer wieder hört man die Frage: Wann können wir die neuen Areale besichtigen? Die Neugier ist groß – und sie ist ein gutes Zeichen. Sie zeigt, dass die Menschen Anteil nehmen an dem, was hier entsteht.

 

Wie schon im vergangenen Jahr wird es daher auch 2026 wieder einen Tag der offenen Tür geben. Bereits 2025 war diese Veranstaltung, gemeinsam mit dem Bürgerverein Nord gestaltet, ein voller Erfolg. Besucher konnten sich informieren, ins Gespräch kommen und bei einer spektakulären Fahrt mit einem großen Kran das Gelände aus der Vogelperspektive betrachten. Auch in diesem Jahr soll dieses Erlebnis wieder möglich sein – ein sinnbildlicher Blick in eine Zukunft, die wächst.

Ein weiterer Meilenstein wurde im August 2025 im Rahmen einer GWA-Sitzung vorgestellt: das Projekt „10/16 NORD “. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Sattler & Träger präsentierte STRANDPARX cable island seine Pläne für eine Weiterentwicklung des Stadtteils. Dabei geht es nicht nur um Architektur, sondern um Lebensqualität. Um fehlende gastronomische Angebote, um wichtige Einrichtungen, um neue Impulse für mehrere Generationen. Besonders positiv wurde aufgenommen, dass von Beginn an Transparenz herrschte. Bürger und Institutionen wurden einbezogen, Fragen ernst genommen, Anregungen diskutiert. So entsteht Zukunft: im Dialog.

 

Doch bei aller Planung darf auch gefeiert werden. Nach einem langen Winter richtet sich der Blick nun auf den Frühling. Der Saisonstart mit dem traditionellen Osterfeuer auf dem Gelände von STRANDPARX cable island in der Barleber Straße 1 verspricht erneut stimmungsvolle Stunden. Zwei große Feuerschalen werden das Areal in warmes Licht tauchen und Menschen zusammenbringen – Nachbarn, Freunde, Familien.

Darüber hinaus stehen weitere Veranstaltungen auf dem Programm: Ein Tanz in den Mai, der aufgrund der großen Nachfrage nun fest eingeplant ist, ein erlebnisreicher Männertag, ein liebevoll gestalteter Kindertag und die bewährten Ferienkurse über die gesamten Sommerferien hinweg. Besonders die Wasserski- und Wakeboardkurse erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit. Fünf Tage voller Bewegung, frischer Luft und Gemeinschaft – inklusive kompletter Ausrüstung, Betreuung und Mittagessen. Für viele Kinder und Jugendliche sind diese Kurse mehr als nur Sport. Sie sind ein Schritt hinaus ins Selbstvertrauen.

Ein ganz besonderes Ereignis wirft ebenfalls seine Schatten voraus: „20 Jahre STRANDPARX cable island –. Zwei Jahrzehnte Engagement für Sport, Freizeit und Stadtteilleben sollen gebührend gefeiert werden. Wer die Entwicklung der vergangenen Jahre verfolgt hat, weiß, dass hier nicht nur ein Freizeitangebot gewachsen ist, sondern ein fester Bestandteil des Stadtteils.

Dabei versteht sich STRANDPARX cable island längst nicht nur als Veranstalter, sondern als Teil der Gemeinschaft. Das Unternehmen möchte gezielt Menschen aus dem Stadtteil ansprechen – auch jene, die nach Rente oder Pension noch einmal aktiv werden möchten. Gesucht werden Unterstützung in Gastronomie, Küche und Reinigung, Menschen mit Herz für Gäste, mit Freude am Kochen, mit Sinn für Ordnung und einem Blick für das Besondere. Das Know-how, das im Norden steckt, ist groß. Warum also in die Ferne schweifen?

 

So beginnt 2026 mit Zuversicht. Der Neustädter See steht sinnbildlich für das, was möglich ist, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam gestalten. Zwischen Wellen und Wegen, zwischen Tradition und Aufbruch entsteht hier etwas, das Bestand haben kann.

Vielleicht ist es genau das, was unseren Stadtteil ausmacht: Nicht die Größe, nicht die Lautstärke – sondern das leise, beständige Engagement vieler. Und die Überzeugung, dass die schönsten Kapitel noch vor uns liegen.

Kontakt für eine unkomplizierte Bewerbung oder für Anmeldungen zu den Ferienkursen:

Ressortleitung: Rico Löbelt

Mail: [email protected]

Mobil: 0152 37713818

(Bilder: Rico Löbelt, Marcel Härtel)


Seite 6 - Winterliche Schnipseljagd


Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)

Kälte und Glätte konnte die kleinen und größeren Jäger nicht von ihrem Vorhaben abbringen: Am 3. Februar um 15.00 Uhr gingen sie auf ihre Expedition durch die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See. Der Stadtteiltreff Oase und das Stadtteilmanagement des IB hatten für die Winterferien eine Schnipseljagd vorbereitet.

 

Acht Hinweisbriefe mussten von den Jungen und Mädchen gefunden und gedeutet werden, um schließlich ans Ziel zu gelangen. Natürlich waren die Hinweise umschrieben und in Reime gefasst. Zusammen kombinieren und manchmal auch ein zweites Mal lesen, auf die Umgebung achten und trotz der Aufgeregtheit einen kühlen Kopf bewahren: die jungen Jäger haben zielsicher den richtigen Pfad gefunden und sich von Hinweis zu Hinweis gearbeitet.

 

Auf dem Weg fanden sie Hinweise versteckt hinter Gebäuden, unter Treppen oder an Kunstwerken, andere bekamen sie durch die Post oder durch kaffeetrinkende Personen beim Bäcker. So fanden die Jäger u.a. ein Haus für Kinder, indem aber keine Kinder sind, sie fanden schaukelnde Kinder, ohne auf einem Spielplatz zu sein, sie bezwangen den Drachen, wurden von Autos überrollt, ließen sich von einem Zebra streifen, schlichen an Schlangen vorbei und kamen dabei nicht ins Schwimmen. Nach anderthalb Stunden hatten sie alle Rätsel gelöst, den Weg gefunden und schließlich die Jagd am Ziel gewonnen.

 

Belohnt wurden alle Teilnehmenden mit Medaillen und Pokalen: Trophäen gehören einfach zu einer erfolgreichen Jagd. Bei heißem Tee, Keksen und Schokolade klang die Schnipseljagd … oder Schnitzeljagd … oder auch Schatzsuche gemütlich aus. Aber völlig egal, wie der Nachmittag auch genannt wurde, die Kinder und Erwachsenen hatten Spaß und eine Frage tauchte auch noch auf: Können wir bald wieder eine solche Schnipsel-Schnitzel- oder wie immer auch Jagd machen? Klar, aber unter einer Bedingung: Ich möchte die Hinweise nicht wieder bei Kälte und Glätte verstecken müssen, lasst es uns im Frühjahr machen! Meine Bedingung wurde akzeptiert. Fröhliches Halali!

(Bilder: Anne Koch-Lüders)

 


Seite 7 - Gemeinsam unterwegs für Gesundheit und gegen Einsamkeit

 

Steffi Albers (Herz-ASZ)

Jeden Freitag um 10:00 Uhr treffen sich Seniorinnen und Senioren im HERZ-ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg zu einem gemeinsamen Spaziergang, der weit mehr ist als nur Bewegung an der frischen Luft. Ein bis zwei Stunden lang sind die Teilnehmenden gemeinsam unterwegs. – mit dem Ziel, etwas für das seelische und körperliche Wohlbefinden zu tun und auch Unbekanntes im Stadtteil zu entdecken.

Die regelmäßigen Spaziergänge verbinden Bewegung mit Begegnung. Im Mittelpunkt stehen das Miteinander, Gespräche und das bewusste Erleben von Natur und Kultur. Die Routen starten meist vom HERZ-ASZ aus, führen durch die nähere Umgebung, an den Neustädter See, Kleingartenanlagen, aber auch zu kulturellen Einrichtungen, Ausstellungen oder interessanten Orten Magdeburgs. So besichtigten die Teilnehmenden die Villa P., die Festungsanlagen, den Wissenschaftshafen, den Baustellenfortschritt der Stadthalle.

 

Mit Hilfe von Smartphones und speziellen Apps bestimmen die Seniorinnen und Senioren Pflanzen am Wegesrand und erweitern ihr Naturwissen. Auch kulturelle und historische Hintergründe der besuchten Orte werden gemeinsam erkundet und besprochen.

Das Angebot richtet sich an ältere Menschen, die aktiv bleiben, neue Kontakte knüpfen und ihre Umgebung bewusster wahrnehmen möchten. Die Spaziergänge fördern nicht nur die körperliche Bewegung, sondern auch geistige Aktivität und soziale Teilhabe.

Interessierte sind herzlich eingeladen, sich der Gruppe anzuschließen und jeden Freitag gemeinsam Schritt für Schritt etwas für ihre Gesundheit und gegen Einsamkeit zu tun.

(Bilder: Steffi Albers)

 

 


Seite 8 - Danke und Anerkennung zum Jahresbeginn

Anke Grupe (Bürgerverein Nord), Marcel Härtel (Stadtteilmanagement)

In früheren Zeiten, noch in der Brunnenhof-Oase, wurde zum Ende eines Jahres eine Ehrenamtsparty veranstaltet. Mittlerweile, seit einigen Jahren, findet diese Veranstaltung am Beginn eines Jahres statt. Aus der Ehrenamtsparty wurde der Neujahrsempfang für Ehrenamtliche.

Der Name und der Zeitpunkt der Veranstaltung mögen sich geändert haben, die Gründe für diesen Empfang sind nach wie vor die Selben: Wir möchten die Menschen ehren, die sich in verschiedenen Belangen ehrenamtlich engagieren und mit ihrer Arbeit erst dafür sorgen, dass viele Dinge, für Außenstehende oft unbemerkt, funktionieren. Diese Menschen, jeder Einzelne oder auch zusammen als funktionierende Gruppe sind für uns so wertvoll und unerlässlich, dass es mit Worten schwer zu beschreiben ist.

 

Die meisten Stadtteilbewohner sehen diese ehrenamtlich engagieren Menschen bei Veranstaltungen, wie dem Stadtteilfest. Sie bedienen und betreuen Angebote, wirbeln am Catering und sorgen für einen problemlosen Ablauf des Ganzen. Andere kennen sie aus der Gemeinwesenarbeit, wo sie die Sprecherräte bilden. Einige dieser Menschen bekommen sie eher selten zu Gesicht, aber sie bringen die Stadtteilzeitung in ihren Briefkasten. Sie beteiligten sich an Müllsammelaktionen und unterstützen den Bürgerverein und das Stadtteilmanagement in allen Bereichen. Jeder von Ihnen nimmt so eine wichtige und wertvolle Rolle, damit alles funktioniert, wie es funktioniert.

Am 24. Januar kamen so fünfzig Menschen zusammen, um gemeinsam ins neue Jahr zu starten. Sie arbeiten nicht nur hervorragend zusammen, sie können auch ordentlich zusammen feiern. Und diese Tage schweißen sie weiter zusammen, sie tauschen sich aus, sie schmieden Pläne und sie unterstützen sich gegenseitig, auch in persönlichen Belangen.

Es sind, jeder für sich, besondere Menschen und wir sind stolz und dankbar, mit euch gemeinsam so viele schöne Dinge auf den Weg zu bringen. Gestern, heute und morgen.

(Bilder: Silke Henke)

 

 

Seite 9 - Ein Blick hinter die Kulissen

 


Marcel Härtel (Stadtteilmanagement/Bürgerverein)

Ende Mai/Anfang Juni sollen nach den Plänen der MWG die ersten Mieter im Neubau an der Victor-Jara-Straße 6/7 ihre Wohnungen beziehen können. Seit dem Ausheben der Baugrube konnten die Menschen den Fortschritt an dem Bau beobachten. Kontinuierlich wuchs erst Etage um Etage, nun sind die Fassaden so gut wie fertig und die Hauptarbeiten finden im Inneren statt. Um so interessanter, einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen und den Bau im Inneren sehen zu können. Die Gelegenheit ergab sich Mitte Januar auf Einladung der MWG. Thomas Fischbeck, Martin Geyer und Torsten Wiemann zeigten mir das Gebäude, beschrieben den künftigen Wohnungsmarkt mit seinen Möglichkeiten gegenüber dem Standort auf der anderen Straßenseite und wir schauten uns natürlich die Wohnungen an. Während der kleinen Besichtigungstour tauschten wir uns natürlich über eine weitere Zusammenarbeit aus. Wo wird die MWG im Jahr 2026 in Nord weiter aktiv sein? Welche Projekte können wir gemeinsam auf den Weg bringen? Wie können wir den guten Austausch weiter fördern und miteinander kommunizieren?

 

Damit betreten die MWG, das Stadtteilmanagement und der Bürgerverein Nord mitnichten Neuland. Gerade in den letzten Jahren entstanden einige Projekte, die wir zusammen für die Bewohnerinnen und Bewohner auf den Weg brachten. Ob bei Veranstaltungen in der Otto-Nagel-Straße, bei ebensolchen auf dem Lumumba-Hof oder beim Grundschulen-Fußballturnier im vergangenen Jahr. Nicht zu vergessen, die jahrelange finanzielle Unterstützung der MWG, wie auch anderer Wohnungsunternehmen, für das Stadtteilfest. Einig darüber sind wir uns an dem Tag gewesen, Kommunikation miteinander ist der Schlüssel für eine Entwicklung in Nord. Mit Torsten Wiemann, Bereichsleiter für Nord, und den Sozialmanagern Franziska Schwarze und Dan Klinger finden wir für das Stadtteilmanagement und den Bürgerverein jene Partner, mit denen man konstruktiv, unkompliziert und vertrauensvoll Ideen entwickeln konnte und weiterhin kann. So zeigte der Tag in der Jara-Straße nicht nur einen Blick ins Innere des Gebäudes, es zeigte, wir sind gemeinsam auf einem sehr guten Weg, unsere jeweiligen Anliegen zu verknüpfen und weiterhin für die Stadtteile auf den „Platz“ zu bringen. Wenige Tage später äußerte Thomas Fischbeck in einem Interview seine Wünsche für 2026: Eine Fortführung der Mittel für die Stadtentwicklung und das Quartiersmanagement für ein konstruktives Miteinander konkret vor Ort. Vielen Dank für diese Worte und das Treffen im Neubau der Jara-Straße.

(Bilder: Marcel Härtel)

 

 


Seite 10 - Heimlich Mäuschen gespielt bei der „Bunten Palette“

 

Marianne Rutt („Bunte Palette“ im HERZ-ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg)

Ein Donnerstag im HERZ-ASZ / Kreativraum gegen 8:30 Uhr. Mit „Hallo“ und Umarmung begrüßen sich die ersten Malerinnen und Maler. Tapeten werden ausgerollt, damit die Tische nicht mit Farbe bekleckst werden und Kaffeetassen bereitgestellt. Hm…Es riecht schon nach Lebenselixier „Kaffee!“ Sieh mal an!... Hier kocht ein Mann den Kaffee! Interessant! Und da kommt auch ein Kännchen Kaffeesahne mit einer weiteren Malerin dran. So nach und nach trudeln die Anderen ein. Ein Geschnatter und Umarmen! Der Lärmpegel steigt! „Guck mal hier!“ und „Wie findest du das?“ Probleme werden gewälzt, Ansichten diskutiert, kontrovers aber friedlich. Nach wenigen Minuten eingetretener Stille wird die Ruhe unterbrochen: „Wann gehen wir denn mal wieder schnüffeln?“ Waaaaas? Die nehmen Drogen??? Nein…alles ok, die Salzgrotte ist gemeint! Ein gemeinsamer Termin wird ausgemacht und es tritt Ruhe und Konzentration ein. Plötzlich ein Schrei: „Ihhhhhh…jetzt habe ich meinen Pinsel in die Kaffeetasse getaucht!“ Alles lacht. Das passiert scheinbar öfter mal. Mit der Feststellung, dass es ja schon 11:30 Uhr sei, beginnt eine hektische Betriebsamkeit. Tapete wird so schnell eingerollt, dass einige Malutensilien fast darin verschwinden. „Tschüss!“ und „Mach‘s gut bis nächste Woche!“ Das hört sich nach Freude an, auf das nächste Miteinander und Füreinander und manchmal auch Durcheinander. Stille! Kein Mucks ist mehr zu hören! Hm…irgendetwas fehlt noch. Ach so…ja…doch, doch…gemalt wurde auch!!

Die Hobbymaler der „Bunten Palette“ stellen noch bis zum 31. März 2026 einige ihrer Werke in der Bibliothek der Universitätsklinik aus. Mit großer Resonanz fand die Vernissage „Immer Lust aufs Malen“ am 22. Januar statt.

(Bilder: Marianne Rutt)

 

 

Seite 10 – Termine der AG GWA 2026

Die Sprecherräte der Arbeitsgruppen GWA haben die Sitzungstermine für das Jahr 2026 mitgeteilt. Die Sitzungen beginnen jeweils um 17.30 Uhr, die entsprechenden Orte werden rechtzeitig kommuniziert. Inhaltlich beschäftigen sich die GWA-Gruppen mit unterschiedlichen Themen zu den Stadtteilen. Es sind ehrenamtlich geführte Gruppen, die sich in einer Art „Bürgerstammtisch“ für die Belange ihres Stadtteiles einsetzen. Weiterhin können finanzielle Unterstützungen über den Initiativfonds bei der GWA beantragt

werden. Die Sitzungen sind öffentlich und das Gemeinwesen lebt vom Mitmachen, Einbringen und Mitgestalten.

Fragen und weitere Informationen zur Arbeit der AG GWA können Sie an die Sprecherräte richten.

Neustädter See

25.03.2026

27.05.2026

22.07.2026

30.09.2026

18.11.2026

Kannenstieg

22.04.2026

17.06.2026

16.09.2026

25.11.2026

 

Seite 11 - Aus Alt wird Neu - Renovierung des Kinder- und Jugendzentrum Don Bosco


Sr. Bernadeth Geiger (Kinder- und Jugendzentrum Don Bosco)

Die Don Bosco Schwestern, alle ehrenamtlich tätigen und natürlich unsere Kinder und Jugendlichen freuen sich riesig – Das Don Bosco Zentrum wird vollsaniert und erstrahlt bald im neuen Glanz.

 

Die Räumlichkeiten der Jugendfreizeiteinrichtung, in der St. Mechthild-Kirche am Milchweg ist in die Jahre gekommen. Der Kirchenvorstand der Pfarrei St. Johannes Bosco und das Bistum Magdeburg hat sich für eine Renovierung der Einrichtung ausgesprochen.

Seit Oktober 2024 sind wir jetzt schon im Wohnhaus, Milchweg 29 als unser Ersatzquartier und bekommen hautnah die Renovierungsarbeiten am Jugendzentrum mit. Erneuert werden Wasser- und Heizleitungen, neue Fenster werden eingesetzt und alte Holztüren durch blickdurchlässige Glastüren ausgetauscht. Dem Standard entsprechend werden die sanitären Räume barrierefrei und die Fluchtwege sicherer gestaltet. Die einzelnen Räumlichkeiten sollen durch unterschiedliche Wandfarben freundlicher und heller gestaltet werden. Neu wird das Computerkabinett und die große Küche mit ausreichend Essbereich sein. Besonders schön wird der Vorbau am Eingang zur Einrichtung, der vorwiegend aus Glas gestaltet ist.

 

Die Kosten für die Renovierung werden durch eine Großspende durch das Bonifatiuswerk, durch Eigenmittel und einem aufgenommenen Baukredit der Pfarrei und durch einen finanziellen Zuschuss aus dem Bistum aufgebracht.

Ein Ende der Arbeiten ist langsam in Sicht. Am 1. Juni, dem internationalen Kindertag wird es im Rahmen das Kinderfestes der städtischen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen auf dem Gelände des Don Bosco Zentrums einen Tag der offenen Tür geben. Die neuen Räumlichkeiten werden von Bischof Gerhard Feige gesegnet und eröffnet.

 

Schon jetzt Termin vormerken, ganz im Sinne SAVE the DATE! Nähere Informationen zum Tag der offenen Tür folgen zeitnah.

Was wäre aber eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche ohne Inventar? Für einen guten Neustart braucht es noch so Einiges - ob Möbel, Spielgeräte oder sonstiges Inventar. Jede noch so kleine Spende ist hilfreich.

SPENDENKONTO

Kontoinhaber: Bistum Magdeburg

IBAN: DE21 3706 0193 1053 5470 08 PAX BKC

Verwendungszweck: Don Bosco Zentrum

Auf unserer Homepage gibt es Informationen zu unserer Einrichtung und zum aktuellen Stand der Renovierungsarbeiten: https://www.donboscozentrum-magdeburg.de

(Bilder: Sr. Bernadeth Geiger)

 

 


Seite 12 – Helga Schettges Lyrikecke

Inszenierungen

 

Der kalte weiße Vorhang hebt sich leise

und erste kleine Blumen zeigen sich:

Die Winterlinge stehen gelb im Kreise.

Schneeglöckchen läuten. Das verwundert mich.

 

Dann kommt das Veilchenblau uns schon entgegen,

Forsythien wiegen sich im sanften Wind.

Tulpen und Flieder grüßen an den Wegen –

man fühlt sich froh und glücklich wie ein Kind.

 

Bald überbieten sich die Kirschenzweige

mit der Kastanienkerzen-Wundermacht.

Im bunten Frühling geht kein Tag zur Neige,

an dem das Herz vor Freude uns nicht lacht.

 

Zu ersten Früchten wandeln sich die Blüten.

Die Gärten schmücken sich mit Erdbeer-Rot.

All diese Pracht hier möchte man behüten,

doch wird auch sie vom Untergang bedroht.

 

Die Inszenierung ist sehr ausgewogen:

Wir sehen Trauben reifen und das Korn.

Auch das Gemüse ist ins Land gezogen,

und hinter Rosenpracht verblasst der Dorn.

 

Raumklima wird gemacht in Himmelsweiten:

Der gute Petrus führt sein Team selbst an.

Zwar hat er ein Problem mit Feuchtigkeiten,

zeigt uns jedoch bei Hitze, was er kann.

 

In Form und Farbe ändern sich Kulissen –

und einzig die Natur führt hier Regie.

Wir sind von dem Geschehen hingerissen

und lieben auch die Nebelsinfonie.

 

So reist die Zeit von einem Akt zum andern.

Sie gönnt sich keine Pause zwischendrin.

Wir als Betrachter müssen gleichfalls wandern,

sonst hat auch unser Leben keinen Sinn.

 

Das Schauspiel gibt es alle Jahre wieder.

Ein jeder von uns kennt längst den Verlauf.

Und dennoch knien wir voller Ehrfurcht nieder:

Mutter Natur – sie hat es einfach drauf!

 

Helga Schettge (Fotos: Helga Schettge)

 

 

Immer wieder …

 

Der Schnee ist nicht da,

doch die Schneeglöckchen schon.

Sie läuten ganz leise

den Kammerton 

und wecken den Krokus,

hier gelb und dort blau,

und stellen sich selber

prächtig zur Schau.

 

Die Luft ist schon lau,

doch der Frühling noch fern.

Wie mögen wir alle

die Zeit so gern,

in der wir empfinden:

Es geht wieder los …

Ach, Wunder Natur, wie

bist du so groß!


Seite 12 – Impressum

 

Herausgeber:

Internationaler Bund 

IB Mitte gGmbH

Brenneckestr. 95

39118 Magdeburg

 

ViSdP: Marcel Härtel

Stadtteilmanagement

Kannenstieg/Neustädter See

Pablo-Neruda-Str.11

39126 Magdeburg

 

Redaktion/Layout:

Marcel Härtel

E-Mail: [email protected]

 

Internet:

www.magdeburg-nord.de

 

Einsendeschluss 2026

01.05.2026

01.08.2026

01.11.2026

 

Druck:

Saxoprint-Druck

 

„Der Lindwurm“ erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 2000 Exemplaren. Die Zeitung wird gratis in den Stadtteilen Kannenstieg/Neustädter See ausgelegt.

 

 

68. Augabe 032026.pdf
Adobe Acrobat Dokument 13.7 MB

Jetzt erhältlich - Ausgabe 69
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Schulprojekt 1979/80, Klasse 4b, Neruda POS auf einen Blick
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