Die Wege im Stadtteil Neustädter See stellen ältere Menschen vor Probleme, wie Anwohner Siegfried Söder der Volksstimme demonstriert.
„Hier ist meine Frau vor kurzem schwer gestürzt“, sagt Söder und zeigt auf den Schienenübergang an der Straßenbahnhaltestelle am Neustädter Platz. Die Abstände zwischen den Gleisen und Gehwegplatten sind in der Tat recht groß. Die Überfahrt gestaltet sich daher wirklich sehr rumpelnd.
Auch mit Rollator schwierig
Mehrere Tausend Euro haben sich die Söders die kleinen E-Mobile kosten lassen, eben um trotz körperlicher Beeinträchtigung mobil zu bleiben. Die Wege in ihrer Nachbarschaft machen es ihnen aber schwierig, meint Siegfried Söder. Aber auch aus nicht-motorisierter Sicht sei es nicht besser. „Hier sind viele mit dem Rollator unterwegs, die haben ebenfalls große Probleme“, sagt der Senior. Die bereiten vor allem die alten Großbetonplatten aus DDR-Zeiten, die im Lauf der Jahrzehnte an etlichen Stellen krumm und schief liegen. So geht es zwischen Neustädter Platz und Klosterwuhne nur langsam am Zehngeschosser vorbei, weil überall gefährliche Kanten sind. Gut fahren lässt es sich hingegen auf dem Kleinpflaster, das beispielsweise bei der Gehwegsanierung in der Straße Am Seeufer verwendet wurde.
Aber auch dort wurde an einigen Stellen nicht an ältere Menschen gedacht, kritisiert Söder. So gibt es an den großen Gullys am Straßenrand ein deutliches Gefälle. Die Kippgefahr sei hier groß, meint er.
Holperstelle wird beseitigt
Die MVB haben zumindest am Neustädter Platz direkt auf die Kritik reagiert. Am Dienstag fragte die Volksstimme beim Verkehrsunternehmen nach, wann der Übergang dort verbessert werden kann. Gestern wurden bereits die tückischen Zwischenräume zwischen Schienen und Platten mit flüssigem Teer verfüllt.
Auch bei den Wegen am Neustädter See soll es demnächst einige Verbesserungen geben. Die Stadtverwaltung hat gerade die Sanierungen der Gehwege vor der Salvador-Allende-Straße 6 bis 10 sowie vor dem Bördeborgen 1 bis 9 an Baufirmen vergeben.