Die Stadt untersucht seit Jahren die Ursache für die Belastung des Neustädter Sees.
Wer oder was verursacht die immense Phosphorbelastung im Neustädter See? Dieser Frage versucht die Stadt Magdeburg seit einigen Jahren mit Untersuchungen auf den Grund zu gehen. Doch die Ergebnisse des Monitorings lassen auf sich warten. Mehrfach musste das Baden in Teilen des Neustädter Sees in den vergangenen Jahren verboten werden. Oft wegen Blaualgen, aber auch aufgrund von Darmbakterien (Enterokokken). Auch eine deutliche Phosphorbelastung setzt dem See stark zu und droht, ihn zu zerstören. Ein klarer Verursacher dafür konnte offiziell noch nicht gefunden werden. Von mehreren Ursachen wird gesprochen: eine interne Freisetzung aus den Sedimenten, Nährstoffeinträge aus dem nordwestlichen Gartenbereich, Einträge aus dem Bereich der Schrote sowie Einflüsse aus der landwirtschaftlichen Umgebung.
Wie Bürgermeisterin Regina-Dolores Stieler-Hinz nun informiert, wird es noch länger dauern, bis die Ergebnisse der Untersuchungen ausgewertet sind. In den vergangenen Jahren habe die Stadt ein umfangreiches Monitoring in Auftrag gegeben, um die Ursachen für die Einträge mit Enterokokken und die Eutrophierung (starke Nährstoffeinträge) des Sees zu ermitteln. Die Ergebnisse liegen schon länger vor und seien inzwischen an wissenschaftliche Einrichtungen und Institute zur Auswertung übergeben worden.
Ziel sei es, den See zu sanieren, um der fortschreitenden Eutrophierung entgegenzuwirken. Im nahe gelegenen Barleber See konnte die Wasserqualität vor sieben Jahren durch den Einsatz von Aluminiumsalzen verbessert werden. Auch hier hatte eine hohe Phosphorkonzentration die Nutzung erheblich eingeschränkt.