Seit mittlerweile fast zehn Jahren stehen der Zehngeschosser in der Otto-Nagel-Straße 1-3 im Kannenstieg leer. Im Laufe der Zeit verkam das Gebäude immer mehr zum Schandfleck – das soll sich nun ändern. 2023 übernahm TAG Immobilien AG den Block. Erste vorbereitende Maßnahmen für die Sanierung wurden vom Hamburger Unternehmen bereits Ende 2024 getroffen, nun sollen die Hauptarbeiten stattfinden. Das Immobilienunternehmen TAG Wohnen will bis Ende des Jahres 2026 100 Wohnungen modernisieren. Die Eigentümer werben mit Barrierefreiheit, viel Grün und geringen Energiekosten „Wir wollen attraktiven und bezahlbaren Wohnraum für alle Menschen schaffen und zugleich die Lebensqualität im Stadtteil Kannenstieg erhöhen“, sagt Claudia Becker, TAG Wohnen-Standortleiterin. Rund 13 Millionen Euro investiert das Wohnungsunternehmen in die Sanierungsarbeiten. Aus ursprünglich 120 Wohnungen sollen 100 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen von circa 35 bis 116 Quadratmeter entstehen. Die ersten sollen ab Herbst bezugsfertig sein, so das Unternehmen. Die Mieten werden laut einer Unternehmenssprecherin zwischen 6,50 Euro und 7,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Während die günstigsten Wohnungen also schon ab knapp 230 Euro Kaltmiete pro Monat zu haben sind, können die Mietpreise auch bis etwa 870 Euro betragen.
Bislang wurden in der Otto-Nagel-Straße 1-3 notwendige Vorbereitungen wie Gebäudeeinrüstung, Schadstoffsanierungen oder Abrissarbeiten erledigt. Nun soll der 1975 errichtete Plattenbau in den kommenden Monaten komplett generalüberholt werden. Neben neuen Türen, Böden, Fenstern und Farben werden ebenerdige Aufzüge eingebaut, damit das Haus barrierefrei zugänglich ist. Jede Wohnung habe zudem einen Balkon oder eine Loggia und je nach Größe ein bis zwei Badezimmer. Durch energetische Fassadensanierung sollen die Energiekosten niedrig gehalten werden. Auch um den Bau sind Maßnahmen geplant: Die Zuwege werden erneuert, es entstehen ein Spielplatz, Müllplätze und viel Grün. „Unser Ziel ist es, für Menschen in den unterschiedlichsten Lebenslagen ein angenehmes Wohnumfeld zu ermöglichen“, sagt Becker.
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