Weg frei für neue Hochhäuser

Grünes Licht für Hochhaus-Pläne am Neustädter See: Doch hinter dem Beschluss steckt mehr als nur Stadtentwicklung. Der Magdeburger Stadtrat hat den Weg für das Großprojekt frei gemacht. „Die Entwicklung des Bereiches wird für die ganze Landeshauptstadt als sehr wichtig empfunden“, sagt der für Stadtentwicklung zuständige Beigeordnete Jörg Rehbaum.

Gleichzeitig machte er im Rat deutlich: Die rechtliche Grundlage hinkte der tatsächlichen Bautätigkeit hinterher. Teilweise sei schneller gebaut worden, als Planungsrecht geschaffen werden konnte. Ein Problem, das kein Einzelfall ist, wie Rehbaum einräumte. Aber eines, das hier nun wohl geheilt werden kann. Der Anwalt des Investors habe sich mit umsetzbaren Vorschlägen bei ihm gemeldet, um bereits begonnene Vorhaben rechtlich zu stabilisieren, so Rehbaum.

Die Pläne sind ambitioniert: Zwei Hochhäuser auf rund 20.000 Quadratmetern Fläche direkt am Freizeitstandort sollen entstehen. Voraussetzung dafür ist eine Anpassung der bisherigen Planziele im vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Freizeitpark Neustädter See“. Bislang sind dort vor allem Freizeit- und touristische Nutzungen vorgesehen. Künftig soll das Gebiet als urbanes Quartier weiterentwickelt werden – mit Hochhäusern, in denen Wohnungen, Büros, Dienstleistungsangebote, Gastronomie und Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge ihren Platz finden sollen. Ergänzt wird dies durch zusätzliche Parkflächen sowie geplante Wohngebäude für Mitarbeiter.

Im Stadtrat überwog die Unterstützung. Aus nahezu allen Fraktionen kam Zustimmung für das Vorhaben, das insbesondere dem Norden der Stadt neue Impulse geben soll. Das jahrzehntelange Engagement Böhleckes am und für den Neustädter See wurde von mehreren Seiten hervorgehoben. Dass die geplanten Türme nicht dem bestehenden Hochhauskonzept entsprechen, stellte kein Hindernis dar. Dieses gilt laut Rehbaum nur für die Innenstadt – nicht für äußere Stadtbereiche wie den Neustädter See. Mit dem Beschluss ist der Weg für die Hochhäuser nun frei. Wann der Bau tatsächlich beginnt, bleibt jedoch offen. Vorrang habe zunächst, die bereits gestarteten Projekte am Freizeitpark rechtlich abzusichern. Doch mit dem Beschluss hat der Stadtrat den Weg dafür frei gemacht, dass der Norden der Stadt aufgewertet wird – wie es sich viele Menschen im Stadtteil auch wünschen.

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